Kon­sul­ta­ti­on

Kon­sul­ta­ti­on NEP 2030 Ver­si­on 2019, 2. Ent­wurf



* = Pflicht­an­ga­ben

Eige­ne Daten

Bun­des­netz­agen­tur
Post­fach 8001
53105 Bonn

E‑Mail Adres­se: nep-ub-2019–2030(at)bnetza.de

Anschrift der BNetzA

Sehr geehr­te Damen und Her­ren,

nach­ste­hend erhal­ten Sie mei­ne Stel­lung­nah­me zum 2. Ent­wurf des Netz­ent­wick­lungs­plans 2030 Ver­si­on 2019:

Anre­de

Kate­go­rie: Bedarf
Bereits die dama­li­ge Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Ilse Aigner brach­te es beim Ener­gie­dia­log Anfang Febru­ar 2015 auf die For­mel 2 minus X. Es wur­de nach­ge­wie­sen, dass min­des­tens auf eine, vor­aus­sicht­lich aber auch auf zwei der HGÜ-Lei­tun­gen ver­zich­tet wer­den muss. Auf die Ergeb­nis­se des baye­ri­schen Ener­gie­dia­logs wird bis heu­te in kei­ner Wei­se ein­ge­gan­gen. Das ist Igno­ranz pur und wird von der Öffent­lich­keit auch so wahr­ge­nom­men. Das wird lei­der auch der zur­zeit lau­fen­de neue Ener­gie­gip­fel nicht ändern, wenn über­wie­gend die Ener­gie­lob­by ein­ge­la­den wird.

Text­bau­stein 1 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Bedarf
In der Öffent­lich­keit wird die Erfor­der­lich­keit der HGÜ-Lei­tung unter ande­rem damit begrün­det, dass der im Nor­den Deutsch­lands erzeug­te Wind­strom in den Süden trans­por­tiert wer­den muss. Die­se Aus­sa­ge ist nach­weis­lich falsch; da die Men­ge laut NEP nicht ein­mal für den Bedarf im Nor­den aus­reicht. Die Bür­ger wer­den hier wis­sent­lich und absicht­lich über den wah­ren Hin­ter­grund des über­di­men­sio­nier­ten Lei­tungs­aus­baus getäuscht (z. B. S. 96, Punkt 4.2.1 Deutsch­land im euro­päi­schen Kon­text), die wei­te­re Stei­ge­rung des grenz­über­schrei­ten­den Strom­han­dels.

Text­bau­stein 2 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Wech­sel­strom­tras­sen
Laut Andre­as Herath, Pro­jekt­lei­ter bei Ten­neT für die Süd-Ost-Strom­tras­se, bei einer Ver­an­stal­tung in Wei­den, müs­sen zur Aus­fall­si­che­rung die­ser Lei­tung auch Wech­sel­strom­tras­sen (Juralei­tung P53, P44 und Vari­an­ten, aber auch der Ost­bay­ern­ring) auf 380 kV und sieb­zig Meter hohe Mas­ten auf­ge­rüs­tet wer­den. Als soge­nann­te n‑1 – Aus­fall­lei­tun­gen die­nen sie nicht der Auf­recht­erhal­tung der Grund­ver­sor­gung, son­dern sind wie die Süd-Ost-Strom­tras­se ledig­lich für den euro­päi­schen Strom­han­del vor­ge­se­hen. Da für die Süd-Ost-Strom­tras­se kein Bedarf nach­ge­wie­sen wer­den kann, sind die­se Aus­fall­lei­tun­gen (P53, P44 / P44 mod und Ost­bay­ern­ring) als nicht erfor­der­lich ein­zu­stu­fen und daher abzu­leh­nen.

Text­bau­stein 3 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Bedarf, Tech­nik
Das vor­ge­schrie­be­ne NOVA-Prin­zip muss sei­tens der ÜNB kon­se­quen­ter ange­wen­det wer­den. So könn­te die Trans­port­ka­pa­zi­tät allein durch Aus­tausch der Lei­ter­sei­le ver­dop­pelt wer­den. Neue Besei­lungs-Tech­ni­ken wie Hoch­tem­pe­ra­tur­lei­tun­gen, aber auch Lei­ter­seil-Moni­to­ring und Last­fluss­steue­rung mit Pha­sen­schie­bern machen HGÜ-Tras­sen und die meis­ten Hoch­rüs­tun­gen im HDÜ-Bereich unnö­tig.

Text­bau­stein 4 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Ver­sor­gungs­si­cher­heit
Mit dem Aus­bau der dezen­tra­len erzeug­ten rege­ne­ra­ti­ven Ener­gi­en, der Beschleu­ni­gung des Aus­baus von Spei­cher­mög­lich­kei­ten und dem Ein­satz der nach der Abschal­tung der Atom­kraft­wer­ke frei­wer­den­den Lei­tungs­net­ze ist die Ver­sor­gungs­si­cher­heit jeder Regi­on in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land gewähr­leis­tet. Die kon­se­quen­te För­de­rung und Nut­zung von dezen­tral erzeug­ten Ener­gi­en, wie Son­nen- und Wind­ener­gie, Bio­gas­an­la­gen und Block­heiz­kraft­wer­ken, unter Zuschal­tung von schnell regu­lier­ba­ren Gas­kraft­wer­ken, sowie die grund­sätz­li­che Aus­schöp­fung der Ener­gie­ef­fi­zi­enz-Poten­tia­le redu­zie­ren den Lei­tungs­be­darf.

Text­bau­stein 5 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Bedarf
Der Netz­ent­wick­lungs­plan muss von unab­hän­gi­gen Gut­ach­tern und Wis­sen­schaft­lern erstellt wer­den. Die Ent­schei­dun­gen, die bezüg­lich der Ener­gie­wen­de getrof­fen wer­den, sind Genera­ti­ons­ent­schei­dun­gen. Das Netz der Zukunft muss fle­xi­bel sein und darf nicht durch Fir­men geplant wer­den, die ein unmit­tel­ba­res Geschäfts­in­ter­es­se dar­an haben. Der in die­sem NEP vor­ge­stell­te Netz­aus­bau ist ins­ge­samt über­di­men­sio­niert, weder wirt­schaft­lich ver­tret­bar, noch umwelt­ver­träg­lich und damit ins­ge­samt nicht geneh­mi­gungs­fä­hig.

Text­bau­stein 6 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Bedarf, Kli­ma­schutz, Atom­aus­stieg
Die HGÜ-Lei­tun­gen för­dern eine zen­tra­lis­ti­sche Ener­gie­er­zeu­gung aus kli­ma­schäd­li­cher Stein- und Braun­koh­le. Vor allem for­cie­ren sie die Erzeu­gung von ver­meint­lich bil­li­gem Atom­strom aus dem Aus­land. Die HGÜ-Gleich­strom­tras­sen die­nen ledig­lich dem Aus­bau des inter­na­tio­na­len Strom­han­dels und der Gewinn­ma­xi­mie­rung eini­ger weni­ger Unter­neh­men auf Kos­ten der Umwelt und der betrof­fe­nen Anwoh­ner. Letzt­lich geht dies auch auf Kos­ten einer bis­her erfolg­rei­chen Ener­gie­wen­de. Die Strom­erzeu­gung der Zukunft muss dezen­tral erfol­gen. Deutsch­land will aus guten Grün­den zukünf­tig auf Atom­strom ver­zich­ten, das bedeu­tet in der Kon­se­quenz aber auch, dass kein Atom­strom impor­tiert wer­den darf. Viel­mehr muss das Kon­zept der Zukunft der EU auch dahin­ge­hen, aus der Atom- und Koh­le­strom­erzeu­gung aus­zu­stei­gen und die Mög­lich­kei­ten der erneu­er­ba­ren Ener­gi­en zu nut­zen. Dezen­tra­le Strom­erzeu­gung aus Wind‑, Solar‑, Was­ser­kraft- und Bio­gas­an­la­gen unter­stützt durch schnell regu­lier­ba­re Gas­kraft­wer­ke, der Ein­satz von Spei­cher­mög­lich­kei­ten und der Auf­bau eines intel­li­gen­ten Net­zes mit Smart­grid etc., müs­sen im Inter­es­se der Umwelt, des Kli­mas und der Men­schen und Tie­re zukünf­tig geför­dert wer­den.

Text­bau­stein 7 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Bedarf, Tech­nik
Im Zei­chen der Ener­gie­wen­de, die sich über­wie­gend dezen­tral und im Ver­teil­netz abspielt, ist eine Hoch­rüs­tung von Wech­sel­strom­tras­sen auf 380 kV nicht mehr ange­bracht, auch wenn sie für die Über­tra­gungs­netz­be­trei­ber den Stand der Tech­nik dar­stellt. Gesund­heit­li­che Risi­ken sind bekannt, aber nicht erforscht. Der Wert­ver­lust der Flä­chen und Immo­bi­li­en wäre immens. Dazu kämen weit­aus höhe­re Kos­ten, sowie Natur­zer­stö­rung und Land­schafts­ver­schan­de­lung. Wir for­dern daher eine Neu­be­sei­lung alter Tras­sen mit den heu­ti­gen tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten (Moni­to­ring etc.), jedoch auf den bestehen­den Span­nungs­ebe­nen. Wo immer heu­te Sied­lun­gen über­quert wer­den, müs­sen die Tras­sen unter Ein­be­hal­tung der Abstands­re­ge­lun­gen nach außen ver­legt wer­den.

Text­bau­stein 8 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Tech­nik
Aus dem NEP geht ein­deu­tig her­vor, dass der Wind­strom im Nor­den auch dort gebraucht wird. Die Betrach­tung nur auf das klei­ne Bun­des­land Bran­den­burg zu redu­zie­ren, grenzt an Igno­ranz. Trotz­dem sieht der neue NEP zwei wei­te­re gro­ße HGÜ-Ver­bin­dun­gen und Erwei­te­run­gen bei den schon bis­her geplan­ten vor. Auch der angeb­li­che Vor­teil der gerin­ge­ren Über­tra­gungs­ver­lus­te zählt zu den Fake News. Dazu sind die Lei­tun­gen viel zu kurz, da auch die Kon­ver­ter-Ver­lus­te berück­sich­tigt wer­den müs­sen.

Text­bau­stein 9 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Kos­ten
Kon­se­quen­tes und nach­hal­ti­ges Ver­fol­gen einer dezen­tra­len Ener­gie­wen­de benö­tigt kei­ne der geplan­ten HGÜ-Lei­tun­gen. Eine räum­li­che Ver­schie­bung der Ener­gie, z. B. von Nord nach Süd, hilft bei Dun­kel­flau­ten nicht wei­ter. Für eine zeit­li­che, bedarfs­an­ge­pass­te Ver­schie­bung steht inzwi­schen aus­ge­reif­te Spei­cher­tech­nik zur Ver­fü­gung. Auch Gas­kraft­wer­ke, wel­che in Zukunft mit erneu­er­ba­rem Methan ein­ge­setzt wer­den kön­nen, sind eine wesent­lich kos­ten­güns­ti­ge­re Opti­on.

Text­bau­stein 10 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Kos­ten
Der Bau der HGÜ-Lei­tun­gen ist ein extrem teu­res Mehr­ge­nera­tio­nen­pro­jekt. Es ist nicht nach­voll­zieh­bar, dass ein sol­ches Pro­jekt von der Bedarfs­fest­stel­lung, über die Bewer­tung der Stel­lung­nah­men der Öffent­lich­keit im Rah­men der Kon­sul­ta­tio­nen, bis zum Bau der Tras­sen den vier Über­tra­gungs­netz­be­trei­bern, die letzt­lich ein finan­zi­el­les Inter­es­se am größt­mög­li­chen Aus­bau haben, über­tra­gen wird. Der Ener­gie­dia­log und der Ener­gie­gip­fel in Bay­ern haben deut­lich gezeigt, dass der Aus­bau der HGÜ-Net­ze über­di­men­sio­niert ist und – gera­de der Süd­ost­link (Pro­jekt DC5) – haupt­säch­lich einer gesi­cher­ten Ein­spei­sung von Braun­koh­le­strom dient.

Text­bau­stein 11 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Kos­ten, Ren­di­te
Das NOVA-Prin­zip wird mit der der­zei­ti­gen Fest­le­gung der Ren­di­ten durch die BNetzA ad absur­dum geführt: Es kann nicht sein, dass beim Neu­bau von Lei­tun­gen eine höhe­re Ren­di­te garan­tiert wird als bei der Opti­mie­rung oder Ver­stär­kung bestehen­der Lei­tun­gen. Wer wür­de da nicht mög­lichst viel Neu­bau vor­zie­hen?

Text­bau­stein 12 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Kos­ten, Ren­di­te
Beim Süd­ost­link (Pro­jekt DC5) han­delt es sich um eine Strom­au­to­bahn zur För­de­rung des euro­päi­schen Strom­han­dels auf Kos­ten des Strom­zah­lers mit der Begrün­dung, die Tras­sen wer­den für die Ver­sor­gung Süd­bay­erns benö­tigt. Nutz­nie­ßer davon sind die Netz­be­trei­ber und deren Inves­to­ren – mit einer garan­tier­ten Ren­di­te von knapp 7 %. Hier wird die Ver­pflich­tung zum Gemein­wohl mit Füßen getre­ten.

Text­bau­stein 13 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Bedarf
Kei­ne ange­mes­se­ne Beach­tung im NEP fin­den die viel­fach auch schon umge­setz­ten Plä­ne der Bun­des­län­der zur regio­na­len Aus­schöp­fung ihrer erneu­er­ba­ren Ener­gie­po­ten­tia­le. Die bis­her erfolg­ten regio­na­len Anstren­gun­gen zur dezen­tra­len Ener­gie­ge­win­nung wer­den zunich­te­ge­macht.

Text­bau­stein 14 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Kos­ten
Die Ver­tei­lung der Las­ten des unter dem Deck­man­tel der Ener­gie­wen­de über­di­men­sio­nier­ten Lei­tungs­aus­baus über das Netz­ent­gelt auf die Schul­tern der Bür­ger ist im höchs­ten Maße sozi­al unge­recht, stif­tet enor­men Unfrie­den und wird die schon heu­te sehr hohe Ener­gie­ar­mut wei­ter­wach­sen las­sen. Mit dem laut ÜNB um vier- bis acht­fach höhe­ren Auf­wand bei Erd­ver­ka­be­lung wer­den die Kos­ten explo­die­ren. Der Ein­satz von Gas­kraft­wer­ken bei Dun­kel­flau­ten wäre wesent­lich güns­ti­ger als die­ser Netz­aus­bau.

Text­bau­stein 15 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Kos­ten
Die Ener­gie­wen­de ist ein Pro­jekt der gesam­ten Gesell­schaft. Gesell­schaft­li­che Akzep­tanz kann nur dann erreicht wer­den, wenn man die Men­schen nicht vor voll­ende­te Tat­sa­chen stellt. Der von Gewinn­ma­xi­mie­rung eini­ger weni­ger auf Kos­ten der Bevöl­ke­rung und die Fest­le­gung einer zen­tra­lis­ti­schen gepräg­ten Struk­tur des über­di­men­sio­niert geplan­ten Netz­aus­baus wird die­se Akzep­tanz nicht fin­den.

Text­bau­stein 16 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Kos­ten, Ren­di­te
Die zen­tra­le Ener­gie­er­zeu­gung in fos­si­len Groß­kraft­wer­ken und der Trans­port die­ses Stroms über wei­te Ent­fer­nun­gen ist im Zei­chen der Ener­gie­wen­de ein dis­rup­ti­ves Geschäft, ein Geschäft ohne Zukunft. Die Kon­zer­ne wis­sen das. Mit Inves­ti­tio­nen in die Pro­jek­te die­ses NEPs soll es zu Las­ten der Strom­kun­den noch wei­te­re vier­zig Jah­re abge­si­chert wer­den.

Text­bau­stein 17 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Kos­ten, Ren­di­te
In der heu­ti­gen Zins­land­schaft mit Nega­tiv­zins sind gesetz­lich garan­tier­te Eigen­ka­pi­tal­ren­di­ten von 6,91 % bei Strom­tras­sen-Neu­bau, bzw. 5,12 % für Alt­an­la­gen, den Strom­kun­den nicht mehr zu ver­mit­teln. Wofür wird die­ser hohe Anreiz benö­tigt? Schließ­lich han­delt es sich doch um ein gesetz­lich garan­tier­tes Geschäft ohne jeden Kon­kur­renz­druck. Es besteht die reel­le Gefahr des Miss­brauchs durch Finanz­in­ves­to­ren.

Text­bau­stein 18 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Ren­di­te
Bei einer höhe­ren zuge­si­cher­ten Eigen­ka­pi­tal­ren­di­te für den Lei­tungs­neu­bau (6,91 %) im Gegen­satz zur Opti­mie­rung bestehen­der Anla­gen (5,12 %) han­delt es sich um eine fata­le Len­kungs­funk­ti­on durch die Bun­des­netz­agen­tur auf Kos­ten der All­ge­mein­heit. Da gera­de die lang­fris­tig ori­en­tier­ten und kapi­tal­star­ken Finanz­in­ves­to­ren ‘Kas­se’ machen wol­len, besteht deren Haupt­in­ter­es­se in einer lang­fris­tig abge­si­cher­ten Ren­di­te aus einem gesetz­lich regu­lier­ten Geschäft. Bei Erd­ver­ka­be­lung wird dann noch mehr ‘gepark­tes’ Kapi­tal mit 6,91 % abge­si­chert wer­den. Die zugrun­de­lie­gen­de Ver­wer­fung kann nur in der feh­len­den Com­pli­an­ce des Gesamt­pro­zes­ses, der nicht (erkenn­bar) aus­ge­üb­ten Kon­troll­funk­ti­on der Bun­des­netz­agen­tur, feh­len­der Über­wa­chung durch das Par­la­ment, ins­be­son­de­re durch den Ener­gie­aus­schuss, aber auch der Bun­des­re­gie­rung selbst ver­mu­tet wer­den. Da die sei­tens der Bun­des­netz­agen­tur garan­tier­te Eigen­ka­pi­tal­ren­di­te (6,91 %) den am Markt übli­cher­wei­se zu erzie­len­den Zins­satz ein sit­ten­wid­rig Viel­fa­ches über­steigt, kann man sich als Bür­ger die Fra­ge stel­len, ob sich die Bun­des­netz­agen­tur mög­li­cher­wei­se des Miss­brauchs anklag­bar macht?

Text­bau­stein 19 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Kos­ten, Ren­di­te
Laut dem Bericht des Bun­des­rech­nungs­ho­fes vom 16. Mai 2019 steigt der Auf­wand für den Netz­aus­bau von ursprüng­lich genann­ten 24 Mil­li­ar­den Euro (NEP 2014) mit die­sem neu­en NEP auf bis zu 85 Mil­li­ar­den Euro. Bei der vor­ge­se­he­nen Lauf­zeit von vier­zig Jah­ren erge­ben sich dar­aus, unter Berück­sich­ti­gung von Garan­tie­ren­di­te und Ver­zin­sung, Kos­ten von über 170 Mil­li­ar­den Euro. Dar­in ent­hal­ten ist noch kein Pla­nungs- oder spä­te­rer War­tungs­auf­wand. Wie bei den meis­ten Groß­pro­jek­ten heu­te üblich, könn­ten sich die­se Kos­ten durch­aus noch ver­dop­peln. Mit die­sem Geld kön­nen aus­rei­chend Spei­cher­pro­jek­te in Angriff genom­men wer­den und damit die Ener­gie­wen­de wirk­lich vor­an­brin­gen.

Text­bau­stein 20 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Kli­ma­schutz
Die in der Öffent­lich­keit dar­ge­stell­te Not­wen­dig­keit des Wind­strom­trans­ports vom Nor­den in den Süden ist schon aus dem Grund nicht rich­tig, da sich das eine Ende der HGÜ-Lei­tun­gen immer in der Nähe von Koh­le­kraft­wer­ken befin­det und zumin­dest bis 2038 damit über­wie­gend Braun­koh­le­strom mit der schlech­tes­ten CO2-Bilanz trans­por­tie­ren wird. Wenn der Strom aus erneu­er­ba­ren Ener­gi­en dort ver­braucht oder gespei­chert wer­den wür­de, wo er erzeugt wird, gäbe es kei­ne Netz­eng­päs­se. Eine dezen­tra­le Strom­erzeu­gung macht lan­ge, teu­re, land­schafts- und gesund­heits­schäd­li­che Strom­tras­sen, die vor­zugs­wei­se dem inner­eu­ro­päi­schen Strom­han­del die­nen, über­flüs­sig.

Text­bau­stein 21 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Kli­ma­schutz
Mit dem Bau der HGÜ-Tras­sen kann auf Jahr­zehn­te hin die Über­pro­duk­ti­on an Braun­koh­le­strom ein­ge­speist wer­den, Dadurch ver­fehlt die Bun­des­re­gie­rung nach­hal­tig die gesetz­ten CO2-Zie­le. Statt den völ­lig unrea­lis­ti­schen Han­del mit CO2-Zer­ti­fi­ka­ti­en durch mas­si­ve Preis­ge­stal­tung ent­ge­gen­zu­tre­ten, wird hier die Braun­koh­le­ver­stro­mung nach­hal­tig unter­stützt. Der jetzt durch die Kom­mis­si­on vor­ge­schla­ge­ne Aus­stiegs­plan wird nicht aus­rei­chen, um das Kli­ma zu schüt­zen.

Text­bau­stein 22 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Kli­ma­schutz
Die Ergeb­nis­se der Koh­le­kom­mis­si­on sind kein wirk­li­cher Erfolg im Kampf gegen die Kli­ma­er­wär­mung. Die Geste­hungs­kos­ten für Strom aus Braun­koh­le sind noch viel zu gering, da wei­ter­hin auf För­der- oder Kli­ma­ab­ga­ben ver­zich­tet wird. Dadurch wird Braun­koh­le auch zukünf­tig indi­rekt sub­ven­tio­niert und kann als bil­li­ge Ener­gie ande­ren Ener­gie­quel­len vor­ge­zo­gen wer­den. Die Gewin­ne wer­den pri­va­ti­siert, die Schä­den sozia­li­siert. Auch wenn 2022 ers­te Kraft­wer­ke abge­schal­tet wer­den, bleibt die Braun­koh­le­för­de­rung auf einem hohen Stand. Dies wider­spricht den Kli­ma­schutz­zie­len der Bun­des­re­gie­rung.

Text­bau­stein 23 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Bedarf
Erkenn­ba­res Ziel des HGÜ-Aus­baus ist die Stär­kung des euro­päi­schen Bin­nen­mark­tes durch den Strom­ex­port­welt­meis­ter Deutsch­land. Dafür steht das Oli­go­pol von Strom­netz­an­bie­tern mit mono­po­lis­ti­schen Struk­tu­ren. Das geht weit über den Grund­ver­sor­gungs­auf­trag der Bun­des­re­gie­rung für elek­tri­sche Ener­gie im Rah­men der Daseins­vor­sor­ge hin­aus. Dazu kommt, dass die Ermitt­lung des wirk­li­chen Bedarfs für den Netz­aus­bau immer noch ver­schlei­ert wird. Hier stellt sich die Fra­ge, ob die Neu­tra­li­tät der Bun­des­netz­agen­tur auf­grund ihrer guten Bezie­hun­gen zu den Ener­gie­lob­by­is­ten über­haupt noch gege­ben ist?

Text­bau­stein 24 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Tech­nik
Die geplan­te Ener­gie­wen­de ist schäd­lich für deut­sche Unter­neh­men. Dies kommt in einer Aus­sa­ge des ehe­ma­li­gen Mit­glieds des Vor­stands der Sie­mens AG, Herrn Dr. Micha­el Süß, zum Aus­druck: „Das hoch­ef­fi­zi­en­te und sau­be­re Gas­kraft­werk Irsching wur­de bereits 1969 als Pro­to­typ in Bay­ern errich­tet und ans Netz ange­schlos­sen. Die­se Tech­no­lo­gie bewährt sich bis heu­te rund um den Glo­bus, nur nicht hier in Bay­ern und auch nicht in Deutsch­land. Das liegt an der deut­schen Ener­gie­po­li­tik, die seit eini­ger Zeit in die fal­sche Rich­tung läuft. Wenn wir heu­te in ande­ren Län­dern für unse­re moder­nen Gas­tur­bi­nen wer­ben, dann fragt man uns, wes­halb wir in Deutsch­land die­se Tech­no­lo­gie nicht ein­set­zen.“

Text­bau­stein 25 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Kli­ma, Tech­nik
Die Ent­wick­lung von Alter­na­ti­ven (z.B. Smart-Grid) und Spei­cher­me­di­en (Power-to-Gas, LOHC, Redox-Flow Bat­te­ri­en usw.) wird nicht geför­dert, son­dern blo­ckiert, sowie deren Aus­bau behin­dert. Der aktu­el­le NEP geht zwar auch auf die­se The­men ein, jedoch ver­weist Ten­net in diver­sen Ver­an­stal­tun­gen dar­auf, dass die­se Tech­ni­ken erst nach der Umset­zung der Netz­plä­ne zum Tra­gen kom­men. Das ist kon­tra­pro­duk­tiv für die Ener­gie­wen­de und das Errei­chen der Kli­ma­zie­le.

Text­bau­stein 26 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Ver­sor­gungs­si­cher­heit
In den Betrach­tun­gen der Ener­gie­net­ze wird stets von Aus­fall­si­cher­heit gespro­chen. Die Infra­struk­tur für die Ener­gie­über­tra­gung ist aber nicht nur hin­sicht­lich Aus­fall­si­cher­heit zu kon­zi­pie­ren, son­dern auch hin­sicht­lich einer tech­ni­schen Angreif­bar­keit / Stör­si­cher­heit. Die­ser im inter­na­tio­na­len Gebrauch als „Vul­nera­bi­li­ty“ bezeich­ne­te Aspekt zeigt, dass auch The­men einer gewoll­ten – gege­be­nen­falls auch gewalt­sa­men Stö­rung – berück­sich­tigt wer­den müs­sen. Eine über 450 km lan­ge Strom­tras­se ist, wie im Fall der HGÜ-Lei­tun­gen, eine leicht angreif­ba­re und ver­letz­li­che Infra­struk­tur, die es zu ver­mei­den gilt.

Text­bau­stein 27 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Ver­sor­gungs­si­cher­heit
Der Bau trans­eu­ro­päi­scher Strom­lei­tun­gen in Ver­bin­dung mit dem EU-weit auf Wett­be­werb basie­ren­dem Markt­mo­dell zielt nach wie vor auf die Errich­tung einer euro­päi­schen „Kup­fer­plat­te“. Damit soll angeb­lich die Ener­gie­ver­sor­gung zu jeder Zeit und an jedem Ort sicher­ge­stellt wer­den. Die­ses Modell hat sich, wie sei­ner­zeit auch Deser­tec, als Trug­schluss her­aus­ge­stellt. Die Ener­gie­wen­de fin­det dezen­tral und klein­räu­mig statt. Sie folgt einem zel­lu­la­ren Ansatz, d. h. von Zel­le zu Zel­le, von Regi­on zu Regi­on. Der Aus­tausch fin­det in Zukunft nur noch zu einem gerin­gen Teil über das Über­tra­gungs­netz statt.

Text­bau­stein 28 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Recht
Laut Web­site netzentwicklungsplan.de wur­den bei den bis­he­ri­gen Kon­sul­ta­tio­nen nahe­zu 50.000 Stel­lung­nah­men abge­ge­ben. Bei den Ver­öf­fent­li­chun­gen konn­te man sehen, dass nahe­zu hun­dert Pro­zent, dar­un­ter auch zahl­rei­che aus der wis­sen­schaft­li­chen Fach­welt, den über­di­men­sio­nier­ten Netz­aus­bau ins­ge­samt, aber spe­zi­ell auch den des HGÜ-Net­zes abge­lehnt haben. Eine Reak­ti­on der Über­tra­gungs­netz­be­trei­ber in den jeweils fol­gen­den Plä­nen ist nicht erkenn­bar. Die­ses Ver­fah­ren ist eine Far­ce und ledig­lich eine Beru­hi­gungs­pil­le für die Öffent­lich­keit. Die Betei­li­gung wird bei den zukünf­ti­gen Aus­ga­ben stark abneh­men, was sicher auch zur Stra­te­gie der alten Ener­gie­kon­zer­ne und der Bun­des­netz­agen­tur gehört.

Text­bau­stein 29 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Recht
Durch die feh­len­de Trans­pa­renz des Infor­ma­ti­ons­pro­zes­ses wer­den die Mit­spra­che­rech­te und die Akzep­tanz der betrof­fe­nen Städ­te, Gemein­den und deren Bür­ger nicht nur behin­dert, son­dern bewusst ver­hin­dert. Das ist in besorg­nis­er­re­gen­dem Maße unethisch und unde­mo­kra­tisch, da der vom Netz­aus­bau betrof­fe­ne Bür­ger als wich­tigs­ter Sta­ke­hol­der außen vor blei­ben soll, getäuscht und mög­li­cher­wei­se sogar belo­gen wird. Damit wider­spricht die Umset­zung des Pro­jek­tes mög­li­cher­wei­se Art. 14 III GG und ist ver­fas­sungs­recht­lich höchst bedenk­lich. Die auch von Deutsch­land unter­zeich­ne­te Aar­hus-Kon­ven­ti­on wird damit klar umgan­gen.

Text­bau­stein 30 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Recht
Klar erkenn­bar in die­sem NEP ist der Ein­fluss der gro­ßen Ener­gie­er­zeu­ger auf die Netz­aus­bau­plä­ne. Mit die­sen Tras­sen soll die zen­tra­le Erzeu­gung von fos­si­ler Ener­gie und der über­re­gio­na­le Trans­port mög­lichst lan­ge auf­recht erhal­ten blei­ben. Im Ein­klang mit dem Gesetz­ge­ber (EnWG, EEG, NABEG, etc.) soll die Ener­gie­wen­de, wo immer mög­lich, ver­zö­gert wer­den. Ato­mar-fos­sil erzeug­te Ener­gie und gro­ße Net­ze sind zu Las­ten der Ver­brau­cher äußerst lukra­tiv für eini­ge weni­ge.

Text­bau­stein 31 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Recht, Kli­ma
Die Stär­kung des euro­päi­schen Bin­nen­mark­tes durch das Strom­ex­port­land Nr. 1 Deutsch­land und durch das Oli­go­pol von Strom­netz­an­bie­tern mit mono­po­lis­ti­schen Struk­tu­ren geht weit über den Grund­ver­sor­gungs­auf­trag der Bun­des­re­gie­rung für elek­tri­sche Ener­gie im Rah­men der Daseins­vor­sor­ge hin­aus. Die­ser Strom­han­del funk­tio­niert schon heu­te ohne HGÜ-Tras­sen bes­tens. Laut EU-Recht haben der Aus­bau der Erneu­er­ba­ren und die Ein­hal­tung der Kli­ma­zie­le Vor­rang.

Text­bau­stein 32 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Recht, Ren­di­te
Beim Aus­bau des Über­tra­gungs­net­zes han­delt es sich um eine fata­le Len­kungs­funk­ti­on auf Kos­ten der All­ge­mein­heit, da hier kapi­tal­star­ke Finanz­in­ves­to­ren (Ban­ken, Ver­si­che­run­gen u. a.) „Kas­se“ machen wol­len. Deren Haupt­in­ter­es­se besteht in einer lang­fris­tig abge­si­cher­ten Ren­di­te aus einem regu­lier­ten, kon­kur­renz­lo­sem Geschäft. Bei Erd­ver­ka­be­lung wür­de noch mehr „gepark­tes“ Kapi­tal mit einer 6,91 % Ren­di­te­ga­ran­tie „ver­zinst“ wer­den. Hier feh­len Com­pli­an­ce und die Kon­troll­funk­ti­on der Bun­des­netz­agen­tur, des Par­la­ments und des Ener­gie­aus­schus­ses der Bun­des­re­gie­rung für der­ar­ti­ge, ver­mut­lich bereits als sit­ten­wid­rig ein­zu­stu­fen­de, Ver­ein­ba­run­gen völ­lig.

Text­bau­stein 33 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Kos­ten, Recht
Die Wert­ver­lus­te bei Immo­bi­li­en und Grund­stü­cken ent­lang der Tras­sen und auch teil­wei­se erfor­der­li­chen Zwangs­ent­eig­nun­gen erhö­hen das Risi­ko der Alters­ar­mut durch Ver­nich­tung der Alters­vor­sor­ge für hun­dert­tau­sen­de Fami­li­en mas­siv. Dies führt zu wei­te­ren hohen Kos­ten und Trans­fer­leis­tun­gen im Sozi­al­sys­tem. Die Ent­wick­lungs­chan­cen für zumin­dest die nächs­te Genera­ti­on wer­den schlag­ar­tig ver­nich­tet: Das Recht auf Ent­wick­lung ist ein unver­äu­ßer­li­ches Men­schen­recht und vom Grund­ge­setz geschützt.

Text­bau­stein 34 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Ren­di­te, Recht
Es muss offen­bar in Erin­ne­rung gebracht wer­den, dass die Bun­des­netz­agen­tur als staat­li­che Ein­rich­tung von den Steu­er­zah­lern finan­ziert wird! Glei­ches gilt für die als sit­ten­wid­rig ein­zu­stu­fen­de Garan­tie für eine Eigen­ka­pi­tal­ren­di­te von 6,91 % zur Finan­zie­rung der HGÜ-Lei­tun­gen, die über das Netz­ent­gelt bezahlt wird. Jeder Steu­er­zah­ler ist auch Strom­ver­brau­cher. Bei­de Aspek­te ent­spre­chen nicht der Gemein­wohl­ver­pflich­tung. Sie scha­den dem Wohl­erge­hen aller Bür­ger der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land.

Text­bau­stein 35 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Betei­li­gung, Recht
Das Ver­fah­ren zur Erstel­lung der Netz­ent­wick­lungs­plä­ne ins­ge­samt ist nicht geeig­net, die Öffent­lich­keit tat­säch­lich ein­zu­be­zie­hen. Für die­je­ni­gen ohne Inter­net­zu­gang ist eine Teil­nah­me nahe­zu unmög­lich. Auch für inter­es­sier­te Bür­ger ist eine Online-Teil­nah­me nur mit erheb­li­chem Auf­wand mög­lich. Die Auf­for­de­run­gen zur Teil­nah­me an Kon­sul­ta­tio­nen häu­fen sich. Die­se wer­den zwar ver­öf­fent­licht, blei­ben aber ohne jede Kon­se­quenz. Per­sön­li­che Ant­wor­ten sind nicht vor­ge­se­hen. Für den Bür­ger ist es daher nicht mehr nach­voll­zieh­bar, wie und ob die Stel­lung­nah­men im Rah­men der Pla­nung berück­sich­tigt wer­den. Gesetz­lich vor­ge­schrie­be­ne Bür­ger­be­tei­li­gung und Trans­pa­renz sieht anders aus.

Text­bau­stein 36 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Trans­pa­renz, Recht
Durch die feh­len­de Trans­pa­renz beim Infor­ma­ti­ons­pro­zess und auch durch das Vor­ent­hal­ten von Bedarfs­da­ten wer­den die Mit­spra­che­rech­te der betrof­fe­nen Städ­te, Gemein­den und deren Bür­ger offen­sicht­lich bewusst ver­hin­dert. Das ist in besorg­nis­er­re­gen­dem Maße unethisch und vor allem unde­mo­kra­tisch, da der vom Netz­aus­bau betrof­fe­ne Bür­ger als wich­tigs­ter Sta­ke­hol­der der zu ver­wen­den­den Res­sour­cen (u.a. Natur­ver­brauch, Lebens­chan­cen), außen vor blei­ben soll, getäuscht und mög­li­cher­wei­se sogar vor­sätz­lich belo­gen wird.

Text­bau­stein 37 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Kos­ten, Recht, Gesund­heit
Als Ent­schä­di­gung für über­spann­tes Gemein­de­ge­biet soll es 40.000,-€ pro Kilo­me­ter Lei­tungs­tras­se geben. Die Wert­ver­lus­te von Grund­stü­cken, Immo­bi­li­en und der Natur sind um meh­re­re Grö­ßen­ord­nun­gen höher. Feh­len­de gesund­heit­li­che Lang­zeit­stu­di­en und die damit ver­bun­den rea­le Gefahr für die Anwoh­ner, die damit zu „Ver­suchs­ka­nin­chen“ degra­diert wer­den, lässt deren Grund­stü­cke und Immo­bi­li­en, die auch der Alters­vor­sor­ge die­nen, ent­lang der Tras­se stark an Wert ver­lie­ren, bzw. unver­käuf­lich wer­den. Dies lässt sich bereits heu­te beob­ach­ten. Wel­che Kom­pen­sa­ti­ons­zah­lun­gen erhal­ten die betrof­fe­nen Bür­ger ent­lang der Tras­se?

Text­bau­stein 38 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Gesund­heit
Gesund­heit­li­che Aus­wir­kun­gen für die an der Tras­se woh­nen­den Men­schen und die mas­si­ven Ein­grif­fe in die Natur und das Wohn­um­feld der Betrof­fe­nen, die Aus­wir­kun­gen auf das Land­schafts­bild und die Natur­haus­hal­te, fin­den eben­falls so gut wie kei­ne Berück­sich­ti­gung im Netz­ent­wick­lungs­plan. Das „Schutz­gut Mensch“ exis­tiert hier schein­bar über­haupt nicht. Dies zeigt auch die Tat­sa­che, dass es kei­ne bun­des­wei­te ver­bind­li­che Abstands­re­ge­lung zur Wohn­be­bau­ung gibt (wie z. B. bei Wind­kraft­an­la­gen in Bay­ern).

Text­bau­stein 39 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Gesund­heit, Natur­schutz
Die erhöh­ten Gesund­heits­ri­si­ken (Krebs, Leuk­ämie, ALS etc.) im Umfeld von Hoch- und Höchst­span­nungs­tras­sen sind durch zahl­rei­che Stu­di­en belegt. Die Strah­len­schutz­kom­mis­si­on hat sich mit dem The­ma aus­ein­an­der­ge­setzt und for­dert schon seit dem Jahr 2013, dass vor dem Bau neu­er Lei­tun­gen wei­te­re Human­stu­di­en unter gut kon­trol­lier­ten Bedin­gun­gen statt­fin­den müs­sen. Bis heu­te lie­gen kei­ne belast­ba­ren Ergeb­nis­se vor. Die Anrai­ner wer­den zu Ver­suchs­ob­jek­ten. Auch die Erd­ver­ka­be­lung birgt gro­ßes zer­stö­re­ri­sches Poten­ti­al, wie rie­si­ge Schnei­sen durch Wäl­der, Boden­er­wär­mung bei land­wirt­schaft­lich genutz­ten Flä­chen, etc.

Text­bau­stein 40 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Gesund­heit
Zusätz­lich belas­ten die HGÜ-Lei­tun­gen die betrof­fe­nen Regio­nen auf nicht zumut­ba­re Wei­se, da abge­se­hen von den nicht geklär­ten Gesund­heits­ri­si­ken auch die Ent­wick­lung der Regi­on nach­hal­tig zer­stört wird. Ein Zuzug jun­ger Fami­li­en, der Aus­bau des Tou­ris­mus, der Erho­lungs­wert in der Regi­on, zum Teil auch die land­wirt­schaft­li­che Nut­zung wird zukünf­tig in der Nähe der gro­ßen Lei­tun­gen nicht mehr mög­lich oder stark ein­ge­schränkt sein. Damit wer­den die betrof­fe­nen Anwoh­ner in nicht zumut­ba­rer Wei­se benach­tei­ligt. Der Bau der Gleich­strom­tras­sen, aber auch die geplan­ten Hoch­rüs­tun­gen von Wech­sel­strom­tras­sen sind daher ins­ge­samt abzu­leh­nen. Ist es tat­säch­lich mög­lich, dass in Deutsch­land für vie­le Mil­li­ar­den Euro Tras­sen gebaut wer­den, wenn noch nicht ein­mal geklärt ist, ob die­se gesund­heit­lich unbe­denk­lich sind? Denn als For­schungs­ob­jekt für Human­stu­di­en sind sie wohl etwas zu groß aus­ge­legt und auch zu teu­er.

Text­bau­stein 41 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

Kate­go­rie: Gesund­heit
Immer wie­der fin­det man in der Kom­mu­ni­ka­ti­on der ÜNB den Hin­weis, dass bestehen­de Grenz­wer­te für elek­tro­ma­gne­ti­sche Fel­der durch die geplan­ten HGÜ-Lei­tun­gen ein­ge­hal­ten wer­den. So sind die Grenz­wer­te in Deutsch­land mit 500µT für die zuläs­si­ge magne­ti­sche Induk­ti­on (magne­ti­sche (Kraft-)Flussdichte) im inter­na­tio­na­len Ver­gleich (Vor­sor­ge­wert Schweiz: 1µT, USA: 0,2µT) viel zu hoch. Infol­ge­des­sen kann eine Tras­se wesent­lich näher an Wohn­be­bau­un­gen her­an­ge­führt wer­den, was zu mas­si­ven psy­chi­schen Belas­tun­gen der Anwoh­ner führt, die mit der Unge­wiss­heit über die gesund­heit­li­chen Risi­ken leben müs­sen.

Text­bau­stein 42 – Bei Bedarf das Käst­chen akti­vie­ren

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