LICHT AN – für die dezen­tra­le Strom­ver­sor­gung“

Tras­sen­wei­te Lich­ter­ak­ti­on der Bür­ger­initia­ti­ven gegen die Gleich­strom­tras­se zur Unter­stüt­zung von Aigners Ener­gie­dia­log

Bux­heim (ad) 35 Bür­ger­initia­ti­ven sind am 7. Novem­ber dem Auf­ruf der Bux­hei­mer Bür­ger­initia­ti­ve gegen die Gleich­strom­tras­se gefolgt und haben ein Zei­chen für die dezen­tra­le Strom­ver­sor­gung mit erneu­er­ba­ren Ener­gi­en gesetzt.

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Gestal­tung Col­la­ge: Hei­ke Mül­ler-Fuhr­mann; Eine hoch­auf­lö­sen­de Datei kann her­un­ter­ge­la­den wer­den unter: www.stromautobahn.de/wp-content/uploads/2014/11/LICHTAN-grauer_Rand_org.jpg

Pass­ge­nau zum gera­de begon­ne­nen Ener­gie­dia­log von Ilse Aigner brann­ten am 7. Novem­ber tau­sen­de Ker­zen, als 35 Bür­ger­initia­ti­ven ent­lang dem geplan­ten Kor­ri­dor der Süd-Ost-Strom­tras­se ein gemein­sa­mes posi­ti­ves Zei­chen setz­ten. Es leuch­te­ten Moti­ve von Wind­rä­dern, Son­nen oder Schrift­zü­ge zu Strom­spei­chern — Bekennt­nis­se zu einer Strom­ver­sor­gung aus rege­ne­ra­ti­ven Ener­gi­en. Die über­re­gio­na­le Akti­on soll­te eine zen­tra­le For­de­rung der Bür­ger­initia­ti­ven sicht­bar machen. „ Wir wol­len ein posi­ti­ves Signal an Frau Aigner und Herrn See­ho­fer sen­den — näm­lich für eine dezen­tra­le, rege­ne­ra­ti­ve Strom­ver­sor­gung zu ste­hen “, so Bet­ti­na Ueber­se­zig von der Bux­hei­mer Bür­ger­initia­ti­ve. Oft wür­den die Bür­ger­initia­ti­ven nur als Ver­hin­de­rer dar­ge­stellt. Dabei stün­den bei vie­len Initia­ti­ven nicht etwa die Ver­schan­de­lung der Land­schaft im Mit­tel­punkt, son­dern die Angst vor dem Schei­tern der Ener­gie­wen­de. “Nicht nur immer gegen etwas zu sein, son­dern auch für etwas zu ste­hen“, sei ein wich­ti­ges Signal und zeigt, dass der Pro­test viel­schich­tig ist. Mei­ner Mei­nung nach ist die­se Braun­koh­le­strom­tras­se gesell­schaft­lich nicht durch­setz­bar“, ergänz­te Bür­ger­meis­ter Peter Doli­wa, selbst Mit­glied der Bür­ger­initia­ti­ve.

Eigent­lich soll­ten die Strom­tras­sen nach Bay­ern für die Ener­gie­wen­de ste­hen. Jedoch spe­zi­ell die geplan­te Süd-Ost Gleich­strom­tras­se steht im Ver­dacht, Braun­koh­le­strom statt Wind­strom aus den ost­deut­schen Braun­koh­le­ge­bie­ten nach Bay­ern zu trans­por­tie­ren, um dann auch in angren­zen­de Län­der wei­ter expor­tiert zu wer­den. Das wür­de eine Ener­gie­wen­de vor Ort über­flüs­sig machen. Befürch­tun­gen, dass den Inter­es­sen der gro­ßen Strom­kon­zer­ne und Netz­be­trei­ber nach­ge­ge­ben wird, wach­sen.

Tras­sen, die jetzt geplant und dem­nächst gebaut wer­den, zemen­tie­ren für min­des­tens 30 Jah­re die Ver­sor­gungs­struk­tu­ren nach zen­tra­lis­ti­schem Vor­bild und wer­den den Netz­be­trei­bern neun Pro­zent Ren­di­te sichern. Eine Ren­di­te, die sonst nir­gend­wo so sicher zu erzie­len ist“, so Josef Lode­rer, Vor­sit­zen­der des Ener­gie­bün­del Kreis Eich­stätt e.V., das die Bür­ger­initia­ti­ven im Land­kreis unter­stützt. „Selbst See­ho­fer bezeich­ne­te die Strom­tras­sen als Kapi­tal­sam­mel­stel­len für die gro­ßen Netz­be­trei­ber“, ergänz­te Lode­rer.

Bir­git Baum­gärt­ner und Karin West­phal von der Bux­hei­mer Bür­ger­initia­ti­ve zeig­ten sich hoch zufrie­den mit der „Licht an“ — Akti­on. „Neben den regio­na­len Bür­ger­initia­ti­ven des Land­krei­ses Eich­stätt wie Schutter­tal-Nas­sen­fels, Adel­schlag, Gai­mers­heim, Eiten­sheim, Walting, Len­ting, Egweil sowie Bür­ger­initia­ti­ven aus den Land­krei­sen Neu­burg-Schro­ben­hau­sen und Donau-Ries konn­ten wir auch Bür­ger­initia­ti­ven aus Ober – und Mit­tel­fran­ken, Heils­bronn, der Ober­pfalz und Ost­thü­rin­gen moti­vie­ren, teil­zu­neh­men. Die foto­gra­fier­ten Moti­ve wer­den in einer Col­la­ge zusam­men­ge­stellt“, sag­te Baum­gärt­ner.

Und selbst die aktua­li­sier­ten Plä­ne der Netz­be­trei­ber, die Süd-Ost-Tras­se bis nörd­lich von Mag­de­burg um 110 Kilo­me­ter zu ver­län­gern, beru­hi­gen kei­nes­wegs die Gemü­ter. „Das ist rei­ne Augen­wi­sche­rei nach dem Mot­to: den Wind­strom expor­tie­ren wir nach Süd­deutsch­land und den Koh­le­strom ver­brau­chen wir im Nor­den. Der gro­ße Über­schuss im Nor­den ent­steht fast aus­schließ­lich dadurch, dass kei­ne Koh­le­kraft­wer­ke abge­schal­tet wer­den, wie es ursprüng­lich geplant war. Expor­tiert wird aber immer der vor Ort vor­han­de­ne Strom­mix und der besteht am neu­en Ein­spei­se­punkt Wol­mirstedt zum größ­ten Teil aus Koh­le- und Gas­strom“, kom­men­tier­te Prof. Dr. Mar­kus Bies­wan­ger von der Bür­ger­initia­ti­ve „Peg­nitz unter Strom“ die aktua­li­sier­te Ver­si­on des Netz­ent­wick­lungs­plans, die am 4. Novem­ber von den Netz­be­trei­bern bekannt gege­ben wur­de.

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2 Gedanken zu „LICHT AN – für die dezen­tra­le Strom­ver­sor­gung““

  1. Die sog. Ener­gie­wen­de ist bereits im Jah­re 03 des Schei­terns! Sogar Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Gabri­el hat bereits öffent­lich zuge­ge­ben, dass die Ener­gie­wen­de “kurz vor dem Schei­tern” ist. Der gan­ze Öko-Irr­sinn war von Anfang an zum Schei­tern ver­ur­teilt und hat sich mitt­ler­wei­le als ein gigan­ti­sches Umver­tei­lungs­pro­gramm von unten nach oben raus­ge­stellt. Das sog. “10 x H-Gesetz” des Bun­des­lan­des Bay­ern ist mit dem Abschied von der “geschei­ter­ten Ener­gie­wen­de” durch die Hin­ter­tür gleich­zu­set­zen und ist mei­ner Mei­nung nach voll beab­sich­tigt! Wind­rä­der sind Kapi­tal­ver­nich­ter — sie­he u.a. Pro­kon-Plei­te! Dabei ist es völ­lig egal, ob die­se im Meer ste­hen oder an Land — es wird damit kein Geld ver­dient! Es sind Indus­trie-Rui­nen, wie es in den USA bereits rund 14.500 davon gibt! Ange­la Mer­kel und das gesam­te Bun­des­ka­bi­nett müs­sen sofort zurück­tre­ten wegen “Öko-Betrug” am Deut­schen Volk! Da hel­fen auch kei­ne Pro­fes­so­ren, die ihrer Fan­ta­sie so rich­tig “frei­en Lauf” las­sen. Sprich­wort: “Wes­sen Brot ich eß, des­sen Lied ich sing.…!” In Kür­ze wird es Straf­an­zei­gen hageln gegen jede Art von “Öko-Betrug” und das wird die Bür­ger erst recht erschre­cken, was da in Wahr­heit so alles abläuft! Pro­kon war erst der Anfang!

  2. Es ist müh­se­lig auf Pole­mik ein­zu­ge­hen, die ganz ohne Fak­ten aus­kommt.
    Wes­halb soll Wind­ener­gie sich nicht ren­tie­ren? Jeder kann im Wind­ener­gie­at­las für jeden Stand­ort Bay­erns die Wind­en­er­gie­er­trä­ge bestim­men. Eine Ren­di­te wird dann bestimmt nach Mast­hö­he, Aus­le­gung der WEA und den Rah­men­be­din­gun­gen für die Rück­ver­gü­tung des Invests.
    http://www.energieatlas-bayern.de/

    Wes­halb spricht jemand hier von “Öko-Wahn­sinn”?
    Ist es nicht ein­fach Wahn­sinn, dass wir alle aus der kon­ven­tio­nel­len Ener­gie­er­zeu­gung mit Atom, Koh­le, Öl und Gas raus wol­len, aber gleich­zei­tig zulas­sen, dass Lob­by und Pro­fit­gier von eini­gen weni­gen die­sen Aus­stieg im Sin­ne dezen­tra­ler bür­ger­na­her Ener­gie­er­zeu­gung und Ener­gie­ver­brauch nach allen Kräf­ten ver­hin­dern?

    Die Akti­on “Licht AN” ist ein über­zeu­gen­des Bei­spiel für über­re­gio­na­le Soli­da­ri­tät gegen unnö­ti­ge Höchst­span­nungs­tras­sen als Kern zen­tra­ler Ener­gie­struk­tu­ren und als Zei­chen PRO DEZENTRALER Ener­gie­struk­tu­ren in Bür­ger­hand.
    Anders for­mu­liert: Wert­schöp­fung vor Ort, nach­hal­tig und öko­lo­gisch. Mit Wahn hat das nichts zu tun, son­dern mit der wirt­schaft­li­chen Grund­la­ge unse­res Lan­des.

    Robert W. WITTMANN

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