Grün­dung eines land­kreis­wei­ten Bür­ger­ver­eins in Sachen Ener­gie

Nürn­ber­ger Land – Am 29.07.2015 fin­det um 20:00 Uhr im Gast­hof “Grü­ner Baum”, Haupt­stra­ße 32, 91227 Lein­burg-Die­pers­dorf die Grün­dungs­ver­samm­lung des Ver­eins “Nürn­ber­ger Land Ener­gie in Bür­ger­hand” statt. Der Ver­ein soll ein Zusam­men­schluss enga­gier­ter Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sowie regio­nal täti­ger Ver­ei­ne, Orga­ni­sa­tio­nen und Kör­per­schaf­ten öffent­li­chen Rechts aus dem Land­kreis Nürn­ber­ger Land sein, wes­halb hier­mit ent­spre­chen­de Ein­la­dung an alle ergeht.

Im Land­kreis Nürn­ber­ger Land soll der Kli­ma- und Umwelt­schutz sowie der Pro­zess der Ener­gie­wen­de durch die regio­na­le Erzeu­gung und Nut­zung von rege­ne­ra­ti­ven Ener­gien nach­hal­tig geför­dert wer­den. Der Ver­ein will dazu die erfor­der­li­chen tech­no­lo­gi­schen und gesell­schaft­li­chen Wei­chen­stel­lun­gen in der Regi­on unter­stüt­zen und den Pro­zess der Ener­gie­wen­de durch Initi­ie­ren und Umset­zen von Maß­nah­men und Pro­jek­ten aktiv mit­ge­stal­ten. Dazu gehö­ren aber auch die För­de­rung und der Aus­bau von Ent­wick­lun­gen in den Berei­chen rege­ne­ra­ti­ver Ener­gie, rege­ne­ra­ti­ver Ener­gie­tech­no­lo­gie, Ener­gie­ein­spa­rung sowie der Know-how-Trans­fer auf dem Gebiet der rege­ne­ra­ti­ven Ener­gie in Form von Bil­dung. Durch die­sen Maß­nah­men­ka­ta­log soll zudem die loka­le Wert­schöp­fung im Ener­gie­sek­tor erhöht und regio­na­le Kapi­tal­kreis­läu­fe gestärkt wer­den.

Der Ver­ein will ins­be­son­de­re die Inter­es­sen der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in der am 20.07.2015 in Lauf a. d. Peg­nitz gegrün­de­ten „Ener­gie-Pro­jek­t­agen­tur Nürn­ber­ger Land GmbH“ ver­tre­ten. Die Pro­jek­t­agen­tur ist die gemein­sa­me Gesell­schaft der am Aus­bau der rege­ne­ra­ti­ven Ener­gien und am Pro­zess der Ener­gie­wen­de invol­vier­ten Sta­ke­hol­der, an der unter ande­rem der Land­kreis Nürn­ber­ger Land und auch der über­wie­gen­de Teil der Städ­te und Gemein­den des Land­krei­ses betei­ligt sind. Sie hat den Zweck, zum Nut­zen aller Gesell­schaf­ter geeig­ne­te Pro­jek­te im Land­kreis zu iden­ti­fi­zie­ren und zu sichern.

Das The­ma Ener­gie geht uns alle an, denn zu einem men­schen­wür­di­gen Leben und gesell­schaft­li­cher Teil­ha­be gehört auch eine Grund­ver­sor­gung mit Ener­gie. Der hier­zu­lan­de statt­fin­den­de Pro­zess der Ener­gie­wen­de mit sei­nen drei Sek­to­ren Strom, Wär­me und Mobi­li­tät zeigt, dass auch ein gesell­schaft­li­ches Umden­ken, ein ande­res Kon­sum­ver­hal­ten auf Dau­er not­wen­dig sein wer­den. Die Umset­zung der Ener­gie­wen­de ist der­zeit ein zähes Rin­gen und das Ver­trau­en und die Glaub­wür­dig­keit in die dafür ver­ant­wort­li­chen Poli­ti­ker, Ener­gie­er­zeu­ger und Netz­be­trei­ber bei­spiels­wei­se in punc­to der geplan­ten “Mons­ter­tras­sen” haben in der Bevöl­ke­rung stark gelit­ten. Das Zitat von John F. Ken­ne­dy ist des­halb aktu­el­ler denn je: “Fra­ge nicht was dein Land für dich tun kann, son­dern was du für dein Land tun kannst!“ Die Ver­ant­wor­tung für sein Leben, sein Han­deln und sei­ne Zukunft liegt bei jedem Men­schen selbst. Las­sen Sie uns des­halb gemein­sam ein deut­li­ches Signal set­zen und die Ener­gie­wen­de und künf­ti­ge Aus­rich­tung aktiv mit­ge­stal­ten durch Grün­dung des Ver­eins “Nürn­ber­ger Land Ener­gie in Bür­ger­hand”, so die Alt­dor­fe­rin Cor­du­la Brei­ten­fell­ner im Namen wei­te­rer enga­gier­ter Bür­ge­rin­nen und Bür­ger aus dem Land­kreis abschlie­ßend.

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Cor­du­la Brei­ten­fell­ner Zöl­ler­str. 15

90518 Alt­dorf

kontakt@cordula-breitenfellner.de

Ein Gedanke zu „Grün­dung eines land­kreis­wei­ten Bür­ger­ver­eins in Sachen Ener­gie“

  1. Die­se Grün­dung fin­de ich sehr sinn­voll.
    Wenn die Poli­tik die enga­gier­ten Bür­ger an der Nase her­um­führt wird es Zeit die Sache selbst in die Hand zu neh­men und das Bes­te dar­aus zu machen, wie ist z. B. eine Eigen­ver­sor­gung mög­lich, was wür­de die­se kos­ten? An ers­ter Linie steht da die Regel­en­er­gie das heißt, der vom Ver­brau­cher benö­tig­te Strom muss immer vor­han­den sein auch wenn kei­ne Son­ne scheint oder kein Wind weht. Der Ein­satz von KWK also Block­heiz­kraft­wer­ken ist da sehr sinn­voll, wenn also über­flüs­si­ger Strom aus den Erneu­er­ba­ren vor­han­den ist wird er zum Hei­zen benützt, dadurch spart der Besit­zer Gas, ist aber zu wenig Strom in den Lei­tun­gen so wird der zur Netz­sta­bi­li­tät erfor­der­li­che Strom mit­tels Gas erzeugt. D. h. die Gas­kos­ten hal­ten sich so in Gren­zen.
    Wel­che Block­heiz­kraft­wer­ke gibt es?
    Neben Mini BHKW 2,5kW bis 15kW für Ein- und Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser gibt es BHKW von 15kW bis 50kW für Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser, Wohn­blocks und Klein­ge­wer­be, BHKW zwi­schen 50kW bis 5MW für Wohn­blocks Indus­trie und Ämter, BHKW ab 5MW für gan­ze Stadt­vier­tel.
    Natür­lich ver­ur­sa­chen BHKW zuerst ein­mal Kos­ten aber ist es abbe­zahlt hat der Besit­zer sei­ne Ruhe, das immer wir­rer wer­den­de Geze­ter um die Ener­gie­wen­de braucht ihn nicht mehr zu inter­es­sie­ren und sei­ne Erneu­er­ba­ren müs­sen nicht mehr abge­re­gelt wer­den. Es lässt sich eine sinn­vol­le Strom­ver­sor­gung damit gestal­ten, so dass kein Strom aus sei­ner Erzeu­gung mehr in die trans­eu­ro­päi­schen Lei­tun­gen über­tra­gen wer­den muss um dann wegen Über­las­tung der Net­ze ans Aus­land ver­schenkt zu wer­den.
    Der Bun­des­ver­band Kraft-Wär­me –Kopp­lung fühlt sich benach­tei­ligt, da von der Bun­des­re­gie­rung Ver­spre­chun­gen nicht ein­ge­hal­ten wur­den. Also wur­den auch hier Stei­ne in den Weg gelegt, da ja die­se KWK evtl. dazu bei­tra­gen die Tras­sen zu ver­hin­dern.
    Ab 2017 sol­len intel­li­gen­te Strom­zäh­ler Pflicht wer­den. Dies wird eben­falls stark der Rege­lung von fluk­tu­ie­ren­dem Strom vor­an­brin­gen.
    Mit immer mehr Rege­lung der erneu­er­ba­ren Ener­gien müs­sen immer mehr Koh­le­kraft­wer­ke abge­schal­tet wer­den, d. h. es ergibt sich immer weni­ger über­schüs­si­ger Strom der ans Aus­land abge­scho­ben wird.
    In die­sen nach­fol­gend genann­ten Gemein­den wur­de schon mal die dezen­tra­le Ver­sor­gung geprobt, sicher­lich geben die­se auch Erfah­run­gen wei­ter, so dass die­se nicht noch ein­mal neu erar­bei­tet wer­den müs­sen.
    Gemein­den als Visio­nä­re
    Strom­re­bel­len
    Furth in Nie­der­bay­ern und Wil­polds­ried im All­gäu
    http://www.3sat.de/page/?source=/ard/wissenaktuell/165195/index.html
    Die Schö­nau­er Strom­re­bel­len haben ein eige­nes Netz
    http://www.ews-schoenau.de/mitwissen.html
    http://www.ews-schoenau.de/fileadmin/content/documents/EWS_Netze/BUND-Werkezug_Konzession.pdf
    Ener­gie­aut­ar­ke Gemein­den war das 2007 nur ein Wunsch­den­ken?
    https://www.youtube.com/watch?v=Srf2wg8IGyI
    Kon­zes­si­ons­ver­ga­ben für Strom und Gas­net­ze müs­sen aus­ge­schrie­ben wer­den.
    http://www.stromtip.de/News/28311/Konzessionen-fuer-Strom-und-Gasnetze-muessen-oeffentlich-ausgeschrieben-werden.html
    Ham­burg wird Strom­netz-Kon­zes­si­on erhal­ten
    http://umweltfairaendern.de/2014/06/wir-sind-stromnetz-hamburg-wird-stromnetz-konzession-erhalten/#sthash.6P4ITBBF.dpuf
    http://www.f08.fh-koeln.de/fakultaet/ifp/forschung/forschungsfelder/01030/index.html
    http://www.buergerbegehrenklimaschutz.de/37-aktuelles/aktuelles/159-streit-ums-stromnetz-stadt-zu-gespraechen-ins-wirtschaftsministerium-nach-berlin-eingeladen.html
    Strom­netz in Bür­ger­hand wer traut sich das zu?

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