Minis­ter­prä­si­dent See­ho­fer kommt nach Ber­gen

Pres­se­mit­tei­lung vom 12.03.2014 Quel­le: www.neuburg-donau.de | Strom­tras­sen­pla­nung – ohne Bür­ger­be­tei­li­gung geht gar nichts

Im Neu­bur­ger Orts­teil Ber­gen ist die Pla­nung der Strom­tras­se durch das Gemein­de­ge­biet nach wie vor The­ma Num­mer eins. Nicht zuletzt auf­grund der feh­len­den Infor­ma­tio­nen zum genau­en Ver­lauf und den gesetz­li­chen Mög­lich­kei­ten, sich zur Wehr zu set­zen, herr­schen Ver­un­si­che­rung und Sor­ge bei den Men­schen. Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Bern­hard Gmeh­ling hat sich zur Klä­rung des Sach­ver­halts an den Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Dr. Rein­hard Brandl und an Minis­ter­prä­si­dent Horst See­ho­fer gewandt. Dr. Brandl erklärt nun in einem Schrei­ben, dass es mehr­fa­che Betei­li­gungs­mög­lich­kei­ten der Bür­ger vor Ort geben muss, der Hei­mat­ab­ge­ord­ne­te See­ho­fer hat sein Kom­men für den 4. April zuge­sagt.

In den ver­gan­ge­nen Wochen wur­den die Ver­tre­ter der loka­len Poli­tik immer wie­der auf die man­gel­haf­te Bür­ger­be­tei­li­gung hin­sicht­lich der Pla­nung der Gleich­strom­pas­sa­ge Süd-Ost ange­spro­chen. Gerüch­ten zufol­ge wür­de der Gesetz­ge­ber über­haupt kei­ne Betei­li­gungs- oder Kla­ge­mög­lich­keit vor­se­hen, weil es sich um ein Vor­ha­ben mit über­ge­ord­ne­tem Inter­es­se han­delt.

Der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Dr. Rein­hard Brandl stellt jetzt in einem Schrei­ben an OB Dr. Gmeh­ling ein­deu­tig klar, dass es im Lau­fe des Ver­fah­rens ver­schie­de­ne Betei­li­gungs­mög­lich­kei­ten und am Ende gegen den sog. Plan­fest­stel­lungs­be­schluss auch die Kla­ge­mög­lich­keit gibt. Recht­li­che Grund­la­ge ist das „Netz­aus­bau­be­schleu­ni­gungs­ge­setz Über­tra­gungs­netz NABEG“. Brandl erklärt: „Soll­te die Ampri­on GmbH den Antrag für das Lei­tungs­pro­jekt stel­len, beginnt damit der Pro­zess der Bun­des­fach­pla­nung. In die­sen Schritt geht es dar­um, die Grob­kor­ri­do­re für die Tras­se fest­zu­le­gen. Bereits hier ist eine Betei­li­gung der Öffent­lich­keit vor­ge­se­hen.“

Im anschlie­ßen­den Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren wer­den dann alle wich­ti­gen Details der Lei­tung fest­ge­legt. Dazu gehört ins­be­son­de­re der genaue Ver­lauf der Tras­se. Auch in die­sem Ver­fah­rens­schritt sind Betei­li­gungs­mög­lich­kei­ten von Bür­gern und Kom­mu­nen gesetz­lich vor­ge­schrie­ben. Am Ende des Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­rens wür­de dann der Plan­fest­stel­lungs­be­schluss ste­hen. Dage­gen könn­te dann Kla­ge vor dem Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt erho­ben wer­den. Ent­ge­gen der geäu­ßer­ten Befürch­tun­gen ist also fest­zu­hal­ten, dass für alle Ver­fah­rens­schrit­te eine Betei­li­gung der Öffent­lich­keit zwin­gend erfor­der­lich ist. Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter Dr. Brandl erklärt abschlie­ßend: „Unab­hän­gig von den recht­li­chen Fra­gen hal­te ich das Vor­ge­hen der Ampri­on GmbH für nicht akzep­ta­bel und leh­ne die Tras­sen­pla­nung in der vor­lie­gen­den Form ab.“

See­ho­fer kommt nach Ber­gen

In sei­ner Funk­ti­on als Hei­mat­ab­ge­ord­ne­ter hat Minis­ter­prä­si­dent Horst See­ho­fer dem Wunsch von OB Dr. Bern­hard Gmeh­ling ent­spro­chen und sein per­sön­li­ches Erschei­nen in Ber­gen zuge­sagt. Am Frei­tag, 4. April, 12 Uhr, möch­te sich See­ho­fer per­sön­lich ein Bild von der Situa­ti­on in Ber­gen machen und auch mit den Bür­gern vor Ort ins Gespräch kom­men.

Die Mit­glieds­ge­mein­den der ARGE Urdo­nau­tal haben indes­sen Unter­schrif­ten­lis­ten gegen die Strom­tras­se gefer­tigt. Auch die Stadt Neu­burg legt die Lis­ten öffent­lich aus. Wer sich ein­tra­gen möch­te, kann dies zu den jewei­li­gen Öff­nungs­zei­ten im Ein­woh­ner­mel­de­amt, im Bücher­turm oder in der Tou­rist-Info tun.

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