Aus­bau Ost­bay­ern­ring Weg­be­rei­ter für Reak­tor­bau in Teme­lin – Blick in die Zukunft

Von: Fest­stel­lung ( ed.ee1544499266borci1544499266m@len1544499266heuk.1544499266r1544499266)

Am Don­ners­tag den 26. Novem­ber war eine DEMO in Park­stein zum The­ma: „Wir-pfei­fen-auf-die-Mons­ter­tras­sen“ dazu gibt es nun ein Video unter nach­fol­gen­dem Link anzu­se­hen.
www.otv.de/mediathek/tag/ost­bay­ern­rin­g/vi­deo/­wir-pfei­fen-auf-die-monstertrassen/

In die­ser schö­nen Land­schaft um Park­stein u. a. auch im soge­nann­ten Sauer­bach­tal soll nun die­ser Tras­sen­aus­bau zer­stö­re­risch wüten. Selek­tiert man den Link so weist zuerst Son­ja Reichold, die Spre­che­rin von der BI „new­ge­gen­die­tras­se dar­auf hin, dass kein Ver­ständ­nis in der Regi­on für einen Neu­bau des Ost­bay­ern­rings vor­han­den ist. Hier­auf ant­wor­tet Frau Haff­ke, eine Mit­ar­bei­te­rin von Ten­net und sagt vor lau­fen­der Kame­ra und ohne mit der Wim­per zu zucken die Unwahr­heit. Bzw. kann es hier 2 Mög­lich­kei­ten geben: Ent­we­der benutzt Ten­net sie nur als Mario­net­te und sie plap­pert das Vor­ge­kau­te nur nach oder sie lügt ganz bewusst und ver­kauft die Bür­ger für dumm. Ihre Pflicht wäh­re die Bür­ger wahr­heits­ge­mäß auf­zu­klä­ren und die Zusam­men­hän­ge zu erläu­tern, die Bür­ger also dar­über infor­mie­ren, was in den Lei­tun­gen flie­ßen wird. Wich­tig ist dies mit Zah­len zu bele­gen und zwar genau so wie es den Tat­sa­chen ent­spricht, damit ein Nach­rech­nen mög­lich ist. Was bis­her über den Ost­bay­ern­ring von Ten­net im Inter­net ver­brei­tet wird, das ist kei­ne Infor­ma­ti­on son­dern Mani­pu­la­ti­on dar­um eine Unge­zo­gen­heit, wor­über die Bür­ger sich beim Bun­des­wirt­schafts­amt und Bun­des­rat beschwe­ren soll­ten.
Auch wur­den die Bewoh­ner ent­lang des Ost­bay­ern­rings nicht so infor­miert, dass jedem Bür­ger, an des­sen Haus die Lei­tung vor­bei führt, klar ist was auf ihn zukommt, vie­le wis­sen nicht ein­mal von ihrem durch Ten­nets Hand geplan­tem Schick­sal, da die Info zum Aus­bau Ost­bay­ern­ring nur über Inter­net ein­seh­bar ist, kann man sagen, es ist Dis­kri­mi­nie­rung der Bevöl­ke­rung die kein Inter­net besitzt, das betrifft vor allem die älte­re Bevöl­ke­rung. Es wäre eine Klei­nig­keit gewe­sen die Info über das Vor­ha­ben als Fly­er an alle Haus­hal­te ent­lang des Ost­bay­ern­rings zu ver­schi­cken.

Die Tech­nik des Aus­baus:
Neben der jet­zi­gen Lei­tung soll eine neue, auf das 2,5 fache Volu­men erwei­ter­te Tras­se gebaut wer­den. Das 2,5 fache Volu­men ent­spricht einer Leis­tung von 4,5 GW, das ist die Leis­tung von 4,5 mitt­le­ren Atom­kraft­wer­ken. Die alte Lei­tung soll nach dem Neu­bau abge­ris­sen wer­den. Das bedeu­tet man benö­tigt vor­erst ein­mal die dop­pel­te Brei­te als Schnei­se.

Die Erneu­er­ba­ren sind nicht wie Frau Haff­ke behaup­tet der Grund für den Bedarf die­ses Aus­baus. Die Erneu­er­ba­ren wer­den auf der Nie­der­span­nungs­ebe­ne bzw. der Mit­tel­span­nungs­ebe­ne ein­ge­speist. Dafür zustän­dig sind ganz ande­re Netz­be­trei­ber. Die Erneu­er­ba­ren sind aus­schließ­lich für eine dezen­tra­le Ver­sor­gung geeig­net. Dezen­tral, also Ver­sor­gung nahe am Ver­brau­cher des­halb, weil die­se klei­nen Kraft­wer­ke (Wind­rä­der, PV-Anla­gen, Bio­gas­an­la­ge) gleich­mä­ßig über die Regi­on ver­teilt sind. War­um soll die­ser Strom nun in die obers­te Span­nungs­ebe­ne von 380kV? Wenn er schon unten beim Ver­brau­cher, dem Haus­halts­strom(Nie­der­span­nungs­ebe­ne) bzw. dem Indus­trie­strom (Mit­tel­span­nungs­ebe­ne) vor­han­den ist. Nun hat die­ser fluk­tu­ie­ren­de Strom also der unre­gel­mä­ßig ein­ge­speis­te Strom das Pro­blem, dass er kei­ne gesi­cher­te Leis­tung stellt. Er benö­tigt Regel­en­er­gie, das wäre als 2. Stand­bein z. B. ein Gas­kraft­werk. Gas­kraft­wer­ke eig­nen sich im Gegen­satz zu Koh­le­kraft­wer­ken gut zum Regeln, da sie sich schnell rauf und run­ter fah­ren las­sen. Da also der Strom aus Wind- und PV-Anla­gen auf einem Bein nicht die Ver­sor­gung sichern kann, hät­te vom Gesetz her von Anfang an nur ein Kom­bi­pa­ket also ein grund­last­de­cken­der Strom geför­dert wer­den dür­fen. Am bes­ten zum Regeln geeig­net sind natür­lich Spei­cher bzw. vir­tu­el­le Kraft­wer­ke mit die­ser Ent­wick­lung schrei­tet man immer wei­ter vor­an, so dass die Kos­ten für die­se Tech­ni­ken im Sink­flug sind. Wird also eine die­ser Regel­en­er­gi­en dazu gebaut, dann ist die Regi­on in der Lage sich mit dem dort erzeug­ten Strom zu ver­sor­gen. Aus die­sen Zusam­men­hän­gen geht ein­deu­tig her­vor, dass die Erneu­er­ba­ren ein ande­res Sys­tem als die bis­he­ri­ge Ver­sor­gung for­dern und zwar eine Ver­sor­gung von unten nach oben.

Die jet­zi­ge Ver­sor­gung ist eine zen­tra­le Ver­sor­gung, da gibt es Groß­kraft­wer­ke, wie Atom­kraft­wer­ke, Koh­le­kraft­wer­ke, Groß­was­ser­kraft­wer­ke, die alle eine Leis­tung über 1Gigawatt besit­zen.
Die­ser mas­si­ge Strom geht zen­tral von einem Kraft­werk aus und wird in die obers­te Span­nungs­ebe­ne von 380kV ein­ge­speist. Von dort wird der Strom dann run­ter trans­for­miert zu den ein­zel­nen Ver­brau­chern. Also umge­kehrt als bei den Erneu­er­ba­ren.
Ten­net will nun die Erneu­er­ba­ren im alten Sys­tem wie ein Puz­zel unter­brin­gen, das schei­tert jedoch an allen Ecken und Enden, das Ergeb­nis wird sein, immer mehr zusätz­li­che Lei­tun­gen, gro­ße Ver­lus­te und hohe Netz­be­nut­zungs­ge­büh­ren für den deut­schen Strom­kun­den. Außer gro­ßen Pro­ble­men bringt die­se Pla­nung nichts. Denn mit Zwang ist nichts Dau­er­haf­tes zu errei­chen.

Ein Blick in die Zukunft: Die weit­sich­ti­ge Pla­nung der Netz­be­trei­ber kann even­tu­ell so aus­se­hen, dass wenn erst ein­mal die­ser Netz­aus­bau statt­ge­fun­den hat, dann für Tsche­chi­en der Trans­port­weg exis­tiert, dass die bei­den geplan­ten Reak­to­ren in Teme­lin in die Tat umge­setzt wer­den kön­nen, deren Strom dann wie­der­um Deutsch­land mit ver­sor­gen wird. Ohne die­sen Aus­bau Ost­bay­ern­ring ist der Aus­bau Teme­lin nicht mög­lich. Was die Ener­gie­pla­nung in Deutsch­land dann betrifft, so wird man in den Krei­sen der Über­tra­gungs­netz­be­trei­bern sagen: Die Erneu­er­ba­ren haben ihre Diens­te geleis­tet und als Deck­män­tel­chen für den gigan­ti­schen Netz­aus­bau gedient. Das Ziel der euro­päi­schen Kom­mis­si­on den euro­päi­schen Bin­nen­markt zu stär­ken wur­de erreicht, das euro­päi­sche Ziel CO2 Redu­zie­rung wur­de mit den neu gebau­ten Kern­kraft­wer­ken (die­se sind fast CO2 frei) erreicht, das Ziel einer 9%igen Ren­di­te an die Inves­to­ren der Lei­tung wur­de erreicht. Das Ziel, dass alles wie­der nach dem altem Sys­tem, der zen­tra­len Ver­sor­gung funk­tio­niert, wur­de erreicht. Die Erneu­er­ba­ren, die kei­ne gesi­cher­te Last stel­len wer­den so nach und nach als Stö­ren­frie­de im Sys­tem aus­ge­bremst wer­den und damit ver­schwin­den, denn die Ver­sor­gung Deutsch­lands ist durch Ver­sor­gung aus dem Aus­land (z.B.Tschechien gewähr­leis­tet). Die deut­schen Bür­ger wer­den sagen: Das Ziel der Ener­gie­wen­de wur­de nicht erreicht, die dezen­tra­le Ver­sor­gung wur­de nicht erreicht, das Ziel ein Vor­bild für den Aus­stieg aus der Kern­ener­gie zu sein, wur­de nicht erreicht. Frus­triert wird sich dann der deut­sche Bür­ger von der Sache abwen­den.

Dass so der Traum der Ener­gie­wen­de endet, wol­len wir jedoch ver­hin­dern, wir bau­en kei­ne Lei­tun­gen die den Atom­strom durch die Hin­ter­tür aus geplan­ten Kern­kraft­wer­ken im Aus­land wie­der ins Land holt.
Da sich die Erneu­er­ba­ren nicht unse­rem Ver­brauch anpas­sen, wer­den wir uns den Erneu­er­ba­ren anpas­sen.

Noch sind die Net­ze nicht gebaut, wir las­sen uns nicht für dumm ver­kau­fen, wir wol­len alle Zah­len auf den Tisch und wol­len, dass neu geplant wird.
Nicht zu ver­ges­sen ist, dass eine 380kV Lei­tung, eine 220kVLeitung und meh­re­re 110kVLeitungen im Gebiet Ober­fran­ken und Ober­pfalz als Über­tra­gungs­netz exis­tie­ren, das ist mehr als genug.
Da Ein­spei­sung und Ent­nah­me sich die Waa­ge hal­ten müs­sen, ist durch die Rege­lung des fluk­tu­ie­ren­den Stroms dafür zu sor­gen, dass der Strom grund­last­fä­hig wird, das bedeu­tet dann Koh­le­kraft­wer­ke die heu­te die Grund­last decken sind abzu­schal­ten, damit kei­ne Über­schüs­se in den Lei­tun­gen flie­ßen.
Bei Strom­erzeu­gung über den Bedarf ist die­ser zu spei­chern bzw. bei KWK zu ver­wen­den.
Kei­ne Über­schüs­se bedeu­tet kei­ne Über­be­las­tung der Net­ze.
Kei­ne Über­schüs­se höchs­tens ein klei­nes Plus oder Minus, das war bis 2005 im deut­schen Strom­netz so der Fall.
Der deut­sche Strom­kun­de hat kein Ver­ständ­nis wenn sein teu­er sub­ven­tio­nier­ter Strom als Über­schuss bil­ligst im Aus­land lan­det, damit dort die Prei­se sin­ken und für ihn dann stei­gen.

4 Gedanken zu „Aus­bau Ost­bay­ern­ring Weg­be­rei­ter für Reak­tor­bau in Teme­lin – Blick in die Zukunft“

  1. Sehr geehr­te® Herr/Frau Fest­stel­lung,
    vie­len Dank für Ihre zutref­fen­de Ana­ly­se, mit der ich – und ich den­ke auch das Akti­ons­bünd­nis – nahe­zu 98% kon­form gehe(n). Die rest­li­chen, feh­len­den 2% sind dar­in begrün­det, dass der Ost­bay­ern­ring seit 01.07.15 mehr (!) als im Gespräch für die alter­na­ti­ve Rou­te der HGÜ-Süd-Ost-Pas­sa­ge ist, das fehlt ein wenig in Ihrem Arti­kel. Denn das wür­de bedeu­ten: trotz S. Gabri­els Aus­sa­ge “… ohne, dass mords­mä­ßig auf­ge­stän­dert wird!” [Zitat: Pres­se­kon­fe­renz 02.07.15], dass sich jetzt die Bevöl­ke­rung in Ost­bay­ern mit unse­ren, von unab­hän­gi­gen Wis­sen­schaft­lern (Kem­fert et al) bestä­tig­ten Argu­men­ten aus­ein­an­der­set­zen muss: Unkla­re Gesund­heits­ri­si­ken, Ver­nich­tung von Alters­vor­sor­ge, ein­zi­ger Nut­zen für den euro­päi­schen Strom­han­del, usw. … alles hier auf der Strom­au­to­bahn nach­zu­le­sen. Aber Sie sind nicht allei­ne (!), wir unter­stüt­zen Sie ger­ne. Wie Sie oben voll­kom­men rich­tig schrei­ben ist eine nach­hal­ti­ge Ener­gie­wen­de nur dezen­tral zu meis­tern und wir -ursprüng­li­chen- Geg­ner der Süd-Ost-Tras­se haben bereits seit Anfang 2014 nicht vor, die­se ein­fach zum Nach­barn hin zu ver­schie­ben. Nein, wir wol­len sie ganz ver­hin­dern. Wir sind kei­ne Nim­bys … sei­en Sie es bit­te im Sin­ne des gro­ßen Gan­zen auch nicht.

    1. Lie­ber Tho­mas,
      da kann ich dich beru­hi­gen, Herr/Frau Fest­stel­lung ist ein Mit­glied einer BI gegen die HGÜ Süd Ost der ers­ten Stun­de, das sich aber auch immer etwas um den Ost­bay­ern­ring geküm­mert hat. Kein NIMBY also und mit per­sön­lich bekannt.

      1. Dan­ke Maria für Dei­ne Ver­tei­di­gung.
        Eigent­lich den­ke ich, dass ich soli­da­risch mit kämp­fe an allen Fron­ten ohne Eigen­nutz.
        Für mich gehört der gan­ze Netz­aus­bau zusam­men, denn eins geht in das ande­re über, da sind 70m hohe Mas­ten bei Wech­sel­strom geplant und 70 Meter hohe Mas­ten bei Gleich­strom. Mit dem Bericht woll­te ich durch­bli­cken las­sen, dass doch alles mit dem Aus­stieg aus der Kern­ener­gie begann, das soll­ten wir nicht ver­ges­sen und jetzt baut Deutsch­land Mons­ter­tras­sen mit denen der Atom­strom wie­der ins Land geholt wird. Das ist doch wirk­lich wie bei den Schild­bür­gern.
        Wenn das zustan­de kommt, wer ist dann noch glaub­wür­dig.
        Jetzt auf der Kli­ma­kon­fe­renz in Paris heißt es: Aus­stieg aus Koh­le, Öl und Gas von euro­pa­wei­tem Atom­aus­stieg habe ich nichts gehört.
        Die Bun­des­kanz­le­rin sag­te bis 2020 will sie 40% CO2 in Deutsch­land redu­zie­ren, gegen­über was hat sie ver­ges­sen zu sagen, mein­te sie 2015 oder 1990, bei letz­te­rem liegt ja die Zeit dazwi­schen, wo sie Koh­le­kraft­wer­ke per­sön­lich noch fei­er­lich ein­weih­te, wo Deutsch­land die CO2 Wer­te unbe­küm­mert stei­gen ließ, obwohl es doch auch das Kyo­to Pro­to­koll unter­zeich­net hat.
        Es scheint alles nur noch ein rie­si­ges Schau­spiel zu sein, wo man auf der gro­ßen Büh­ne gese­hen wer­den möch­te. Was dann aus dem Gesag­ten wird, wem inter­es­siert das schon.

  2. Der euro­pa­wei­te Atom­aus­stieg ist auch nicht geplant, denn den pro­pa­giert die EU in ihrem ein­deu­ti­gen Posi­ti­ons­pa­pier, abruf­bar auf der Sei­te der BI Lein­burg unter http://www.stromtrasse1601.de/index.php/Thread/398-Rahmenstrategie-für-eine-europäische-Energieunion-mit-einer-rückwärtsgewandten-K/. Dort gibt es aus­führ­li­che Tex­te, ein Bei­trag war auch schon ein­mal hier auf der Strom­au­to­bahn. Die EU will von der Atom­tech­no­lo­gie nicht las­sen, da kann Deutsch­land zehn­mal aus­stei­gen. Und die Grü­nen auf Lan­des- und Bun­des­ebe­ne glau­ben, dass sie es mit Gleich­strom­lei­tun­gen schaf­fen, den Wie­der­ein­stieg zu ver­hin­dern. Die sind den Groß­kon­zer­nen schön auf den Leim gegan­gen.

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