Bünd­nis­tref­fen der Tras­sen­geg­ner und Vor­trag von Ralph Len­kert in Alten­stadt

Am 15 April 19 fand in Alten­standt an der Wald­na­ab (Ober­pfalz) ein lan­ges und ergie­bi­ges Tras­sen­geg­ner-Tref­fen statt. Aus ganz Bay­ern kamen Ver­tre­ter der Bür­ger­initia­ti­ven des Akti­ons­bünd­nis gegen die Süd-Ost-Tras­se zusam­men, um von Aktio­nen und der Situa­ti­on an den jewei­li­gen Tras­sen­ab­schnit­ten zu berich­ten und das wei­te­re Vor­ge­hen zu pla­nen.

Ein Schwer­punkt nahm das The­ma ein, dass eini­ge CSU-Ver­tre­ter sich im Raum Wei­den eine Ver­schie­bung des Süd­ost­link an die Auto­bahn wün­schen. Damit erhofft man sich offen­sicht­lich, den Pro­test gegen das Wahn­sinns­pro­jekt zu befrie­den.

Von Sei­ten der Tras­sen­geg­ner spre­chen vie­le Grün­de dage­gen. Das Akti­ons­bünd­nis gegen die Süd-Ost-Tras­se lehnt den Bau des Süd­ost­link grund­sätz­lich ab. Er dient nicht der Ver­sor­gungs­si­cher­heit, son­dern dem euro­pa­wei­ten Han­del mit Atom- und Koh­le­strom und ver­hin­dert die Ener­gie­wen­de und die Ein­hal­tung der Kli­ma­zie­le. Des­halb muss wei­ter­hin die Ver­hin­de­rung die­ses Mega­pro­jek­tes obers­tes Ziel sein. Dazu wur­de die Reso­lu­ti­on “Kei­ne Tras­se, nir­gends!” ver­ab­schie­det und der Pres­se über­ge­ben.

Vor­trag von Ralph Len­kert (Die LINKE)
Den zwei­ten, öffent­li­chen Teil des Abends füll­te Ralph Len­kert (MdB Die Lin­ke) mit Fak­ten, die klar zei­gen: Es gibt kei­ne Alter­na­ti­ve zur fun­da­men­ta­len Ableh­nung und zum Pro­test gegen den geplan­ten mas­si­ven Netz­aus­bau. Len­kert bezeich­ne­te die Auto­bahn-Vari­an­te als „Nebel­ker­ze“, mit der die Tras­sen­pla­ner für Ablen­kung von der eigent­lich not­wen­di­gen Fra­ge­stel­lung um das „Ob“ und für weni­ger Wider­stand der Bevöl­ke­rung sor­gen wol­len. Es sei mehr als unwahr­schein­lich, dass eine Tras­se von die­ser Grö­ße mit rund 50 Meter brei­ten Bau­stel­len unauf­fäl­lig an den Rän­dern der Auto­bahn ver­legt wer­den kön­ne. An den Vor­trag schloss sich eine lan­ge und kon­struk­ti­ve Dis­kus­si­on an.

Fazit des Abends: Ein­fach wird es nicht – aber es ist mög­lich, den Süd­ost­link zu ver­hin­dern. Der Wider­stand ist unge­bro­chen, wie auch Eva Bul­ling-Schrö­ter (Die LINKE Bay­ern) fest­stell­te.

Vor­trä­ge und wei­te­re wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen zum The­ma Netz­aus­bau kön­nen auf der Sei­te von Ralph Len­kert nach­ge­le­sen wer­den.

Pres­se­spie­gel:

  • Wider­stand ist unge­bro­chen” – „Kei­ne Tras­se, nir­gends!“ Unter die­sem Schlag­wort hat das Akti­ons­bünd­nis gegen den Süd-Ost-Link eine Reso­lu­ti­on ver­ab­schie­det, in der auch eine Ver­schie­bung der Tras­se an die A 93 abge­lehnt 
  • Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um: Süd­ost­link-Lei­tung an der A93 mög­lichDas Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um unter­stützt Über­le­gun­gen, die umstrit­te­ne Strom­tras­se Süd­ost­link ent­lang der A93 zu ver­le­gen. Damit steht einer Mach­bar­keits­stu­die nichts mehr im Wege. Kom­mu­nal­po­li­ti­ker for­dern seit Wochen, die Vari­an­te zu prü­fen

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