Das wollten wir vermeiden

Leider driften die Beiträge zur Zeit eher ins Negative. Eine Aktuelle traurige Nachricht ist, dass es nun schon Bürgerinitiativen (BI) gibt, die für den Bau der Strompassage Süd-Ost stehen. Die BI aus Winkelhaid bei Nürnberg bekennt sich auf ihrer Internetseite eindeutig zum Bau der Stromautobahn.

Über den Hintergrund kann nur spekuliert werden, vermutlich wollen die Winkelhaider, dass die Trasse nur bei den anderen gebaut wird. Das Sankt-Florians-Prinzip scheint dieser BI das liebste, „Hauptsache bei den anderen“ ist die Devise. Die BI Winkelhaid kommt dabei sogar mit gesundheitlichen Argumenten, die Trasse nicht über Winkelhaid zu  bauen. An dieser Stelle ein nicht ernst gemeintes Danke nach Winkelhaid. Wir anderen dürfen also krank werden. 

Das Aktionsbündnis der Trassengegner kämpft gegen eine Trasse, egal wo. Wir wollen alle Bürger (auch gesundheitlich) schützen und wir wollen, das unsere Natur erhalten bleibt.

Die BI Winkelhaid reagiert damit wohl auf den Entwurf des aktuellen Netzentwicklungsplans. Auf der Homepage www.bi-winkelhaid.de wirbt die BI damit, das jeder Bürger eine „Musterstellungnahme“ unterschreibt, in der unter anderem steht:

Seite 241ff: Maßnahme D09 + D10 = Korridor D:
Neubau der HGÜ-Verbindungen zwischen Lauchstädt – Meitingen bzw. Güstrow – Meitingen
⇒ Trassenverlauf um Winkelhaid/Penzenhofen herum und keinesfalls ÜBER Winkelhaider/Penzenhofener/Ungelstettener Wohnbebauung.

Hier klicken, um die Musterstellungnahme herunterzuladen

Es muss dazu gesagt werden, dass die BI Winkelhaid auch gegen die Hochrüstung einer bestehenden Trasse durch den Ort kämpft. Dabei handelt es sich aber nicht um die in der Stellungnahme beschriebene HGÜ-Verbindung sondern um eine Wechselstromleitung.

An dieser Stelle appelliere ich an die BI in Winkelhaid, denkt nicht nur an euch, wir sollten zusammenstehen!!!

5 thoughts on “Das wollten wir vermeiden”

  1. Diese Nachricht mit der BI Winkelhaid hielt ich zuerst für einen verspäteten Aprilscherz. Das ist wirklich unglaublich. Aber am letzten Sonntag hatten wir von den Bi’s Marxheim, Rain und Niederschönenfeld/Feldheim einen gemeinsamen Infostand bezüglich Stromtrasse. Einige Mitbürger wollten nicht unterschreiben, weil „uns betrifft es ja nicht, wir wohnen weit genug entfernt ( so ein Glück für Euch)“, oder „wenn wir jetzt unterschreiben, dann kommt die Trasse vielleicht zu uns, weil ihr euch so wehrt“ und noch vieles mehr. Deshalb möchte ich heute passend zum 1. Mai zur gemeinsamen SOLIDARITÄT aufrufen. Diese Trasse und auch die anderen geplanten Trassen werden gravierende, negative Auswirkungen für alle Bürger Haben, nicht nur für die, die an der Trasse leben müssen. Es geht um die Zukunft, um Klimaschutz, der mit dem Ausbau der Kohle zur Farce verkommt. Deshalb liebe Leute schaut über Euren Tellerrand. Nur gemeinsam können wir es schaffen. Und ich kann nur hoffen, dass in Winkelhaid falls noch vorhanden, der gesunde Menschenverstand wieder erwacht

  2. Liebe Katja Dettling, liebe Mitstreiter,
    ich kann deine Meinung nur teilen und danke dir für deine klare Stellungnahme. Wir müssen zusammenstehen, um solche unsolidarischen Entwicklungen aufzuhalten.
    Möglicherweise steckt bei der BI Winkelhaid gar keine böse Absicht dahinter , sie erkennen aber nicht, was sie damit anrichten. Unser größter Trumpf ist unsere Einigkeit, die wir trotz Wahlkampf und diversen Parteizugehörigkeiten der Mitglieder bis jetzt toll bewahrt und gefestigt haben.
    Ich hoffe, die Winkelhaider schwenken um und üben SOLIDARITÄT.

  3. Hallo Ihr Mitstreiter,
    zum Thema Kommunikation besteht dringender Handlungsbedarf. Wieso meldet sich denn niemand über die angegebenen Kontaktdaten auf unserer Seite. Stattdessen werden Spekulationen und Lügen verbreitet, dass sich mir die Haare sträuben.
    Die BI Winkelhaid kämpft seit Augsut 2012 gegen die im Netzentwicklungsplan geplanten Maßnahmen und die Gründung ist erfolgt, weil die Hochrüstung einer bestehenden 220-kV-Leitung über Winkelhaid/Penzenhofen auf 380-kV-Leitung geplant ist. Von Anfang an haben wir auch die Maßnahmen D09+D10 beobachtet (Gleichstromtrasse Lauchstädt – Meitingen). Da waren die jetzt entstanden BIs noch im Tiefschlaf, weil ja jeder denkt es trifft die Anderen. Und die diversen Diskussionen mit Bürgern sind wir regelmäßig damit konfrontiert worden, dass man die Energiewende will aber keine neuen Leitungen. Um diesen Leuten die Luft raus zu lassen, haben wir bislang stets „nur“ gefordert, die Leitungen mit hinreichenden Abstand außerhalb von Wohnbebauung zu planen. Aus dieser Zeit stammen auch noch die jetzigen Formulierungen in den Stellungnahmen zu den Maßnahmen D09+D10 (kann man alles auf unserer Seite „Archiv aktuelles“ nachlesen). Seit Amprion die Trassenkorridore auf 1 km genau vorgelegt, hat sich die Lage völlig geändert (wohl gemerkt waren bei der Bekanntgabe 15-km-Trassen immer noch alle auf Tauchstation).
    Wir werden selbstverständlich den Text zu Maßnahmen D09+D10 noch heute im Internetz korrigieren, da er offensichtlich als Ausdruck fehlender Solidarität mit den Gleichstromstrassen-BIs verstanden wird, was völliger Blödsinn ist (Flyer, die wir in der Gemeinde Winkelhaid verteilen lassen sind leider schon gedruckt und haben noch den unveränderten Text). Ich stimme mich mit Frank Ampros ab.
    Also weniger über einander reden – besser miteinander reden.
    In diesem Sinne rufe ich jetzt bei Frank Ampros an.

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