Freie Wäh­ler blei­ben dabei – Süd­Link und Süd­ost Link sind über­flüs­sig und zer­stö­ren die Hei­mat

Die Frak­ti­on der Frei­en Wäh­ler im baye­ri­schen Land­tag for­der­te dort am 07.12. regio­na­le Ener­gie­wen­de statt Land­zer­stö­rung.

In einem Dring­lich­keits­an­trag for­der­te sie von der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung, sich auf Bun­des­ebe­ne dafür ein­zu­set­zen, dass die Pla­nun­gen für die land­zer­stö­ren­den Gleich­strom­tras­sen Süd­link und Süd­ost­link umge­hend ein­ge­stellt wer­den.

Hubert Aiwan­ger sprach im Ple­num und prä­sen­tier­te in gewohnt sou­ve­rä­ner Manier die Fak­ten. Die Mega­tras­sen erzeug­ten gigan­ti­sche Umwelt­schä­den, denn die Erd­ver­ka­be­lung bedeu­te einen mas­si­ven Ein­griff in Boden- und Was­ser­haus­halt, ein Erd­vo­lu­men von 100 Mil­lio­nen Kubik­me­tern müss­te ins­ge­samt bewegt wer­den, ein Drit­tel davon in Bay­ern. „Die­se Sün­de an der Hei­mat muss gestoppt wer­den. Die­se Maß­nah­men wer­den die Men­schen erschre­cken las­sen.“ So Aiwan­ger.

Erwar­tungs­ge­mäß erhielt er hef­ti­gen Gegen­wind, allen vor­an Franz Pschie­rer, CSU, Staats­se­kre­tär im baye­ri­schen Wirt­schafts- und Ener­gie­mi­nis­te­ri­um und Lei­ter der „Task Force Strom­tras­sen“ und sein Frak­ti­ons­kol­le­ge San­dro Kirch­ner. Statt jedoch mit Fak­ten Aiwan­gers Argu­men­ta­ti­on zu ent­kräf­ten, kram­te man uralte, längst wider­leg­te Schein­ar­gu­men­te her­vor. Weder ist die Ver­sor­gungs­si­cher­heit gefähr­det, noch wur­de der Bedarf der Tras­sen im baye­ri­schen Ener­gie­dia­log 2014/2015 bestä­tigt. Damals hielt man fest, dass die nach Abschal­tung aller baye­ri­schen AKW ent­ste­hen­de Strom­lü­cke von 5 GW durch die Thü­rin­ger Strom­brü­cke mit 3,4 GW sowie Effi­zi­enz­maß­nah­men gedeckt wür­de. Ilse Aigner prä­sen­tier­te damals die For­mel 2-x. Heu­te wis­sen wir, dass eine tat­säch­li­che Strom­lü­cke nicht exis­tie­ren wird, denn Deutsch­land expor­tiert mas­sen­haft Braun­koh­le­strom. Als dann auch die­se „Argu­men­te“ aus­gin­gen, flüch­te­ten sich Pschie­rer und Kirch­ner in per­sön­li­che Angrif­fe und Anspie­lun­gen gegen Aiwan­ger.

Die CSU soll­te den Frei­en Wäh­lern fol­gen, denn der Wider­stand in der Bevöl­ke­rung wird blei­ben und sogar noch wach­sen. Die CSU scheint bereits mit dem Rücken zur Wand zu ste­hen, wie die gereiz­ten, unsach­li­chen Ent­geg­nun­gen bele­gen. Das kann sich beson­ders im Wahl­jahr 2018 noch ein­mal zuspit­zen, denn auch die recht­li­che Grund­la­ge der Tras­sen­pla­nun­gen steht auf mehr als wack­li­gem Grund.

Im Anhang der Dring­lich­keits­an­trag, Pres­se­spie­gel, die Lis­te mit der nament­li­chen Abstim­mung und die Reden aus dem Land­tags­ar­chiv.

 

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