Günther Oettinger fühlt sich bedroht

EU-Energiekommissar Günther Oettinger sieht die Lage mit der Energiewende kritisch. In dieser Woche war zu lesen, das Oettinger Deutschland bedroht sieht. Die Bedrohung geht dabei von jedem einzelnen aus, Deutschland ist „unterwandert“. Unterwandert von Eigenheimbesitzern mit Solaranlagen, Bauern mit Bioenergie-Kraftwerken und Bürgern, die sich finanziell an Windkrafträdern beteiligen.

Oettinger, der als Volksvertreter in Brüssel seinen Job erledigen soll, scheint nicht zu begreifen, dass die Bürger seines Landes eine dezentrale Energiewende wollen, stattdessen scheint er das alte System mit Großkonzernen beibehalten zu wollen.  Die Europäische Kommission fördert mit 2,3 Milliarden Euro 43 Infrastrukturprojekte, davon betreffen zwölf Projekte das Stromnetz der Zukunft. Bei solchen Summen wäre es nicht förderlich auf eine dezentrale Energiewende zu setzen. Bei der dezentralen Energieversorgung werden die Finanzinvestoren auf der Strecke bleiben. Diese Lobby ist allerdings so mächtig, dass Gesetze beschlossen werden, die märchenhafte Renditen versprechen für ein Ziel das die Bevölkerung nicht will: Unnötige, nicht bewiesene Stromtrassen auf Kosten von Mensch und Natur!

Der Noch-EU-Energiekommissar macht sich sorgen um die Versorgungssicherheit von Deutschland. Deutschland habe „keine perfekte Stromversorgungssicherheit (…) Wenn – hypothetisch – keinerlei neuer Strom ins Netz eingespeist werde, würden die Reserven im Land gerade einmal für 24 Minuten reichen“ so der CSU-Politiker.

Oettinger würde das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) am liebsten abschaffen und von neuem beginnen. „Wir können in Zukunft nicht weiter 7500 Megawatt Photovoltaik-Leistung installieren, die keiner braucht – und dann auch noch für Backup-Infrastruktur bezahlen, die nötig ist, wenn gerade keine Sonne scheint.“ Hier herrscht im Kopf von Oettinger ein sehr einseitiges Denken. Jedem normal denkenden Menschen sollten mehrere Wege der regenerativen Stromerzeugung bekannt sein. 

2 Gedanken zu „Günther Oettinger fühlt sich bedroht“

  1. Würde es das bestreben einer Energiewende vom Bürger und mit dem Bürger regional, denzentral, bedinngt durch die vielen Bürgerinitiativen entlang der geplanten Stromtrassen nicht geben, was wäre dann bedroht? Der Geldbeutel des kleinen Mannes, das Überlaufen der Konten von Energiekonzernen, Netzbetreibern? Mit den Stromtrassen ist einzig und allein die Natur und unsere Heimat bedroht. Ohne Stromtrassen sind die Gewinne der Großen bedroht, und der Beruf des Lobbyisten, ist das denn so schlimm? Ohne Stromtrassen mit einer richtigen Energiewende, ist die Stromversorgung in Deutschland völlig ausreichend, aber es ist nicht ausreichend für die Geldgier der Großen.

  2. Was interesiert uns die Ausage dieses Herrn da er auch nur
    eine Marionette des Großkapitals von RWE und etc. ist.
    Der füllt sich auch nur seinen eigenen Sack.
    Namen kommen und verschwinden wieder, nicht über solche Aussagen nachdenken, weiterkämpfen müssen wir sogenannten
    kleinen . Weiter gehts.

Schreibe einen Kommentar