Herr Ball­eis – befan­ge­ner Mode­ra­tor beim Ener­gie­dia­log

Foto: Olaf Kosinsky - WikipediaDer frü­he­re Ober­bür­ger­meis­ter der Stadt Erlan­gen Sieg­fried Ball­eis (CSU) weiß die­se Tage zu berich­ten, dass es HGÜ-Lei­tun­gen vom Nor­den in den Süden benö­tigt. Nun, das wäre eine von vie­len Äuße­run­gen von Poli­ti­kern, die die HGÜ-Tras­sen befür­wor­ten. Wäre da nicht noch etwas gewe­sen…

Frau Aigner ver­kün­det am 18.12.14 in Mün­chen das Zwi­schen­er­geb­nis aus den vier Arbeits­grup­pen des Ener­gie­dia­logs. Die Arbeits­grup­pen wer­den von neu­tra­len Mode­ra­to­ren gelei­tet. Soll­te man mei­nen. In der Arbeits­grup­pe 3 (Erneu­er­ba­re Ener­gi­en) wur­de Herr Ball­eis auf die Teil­neh­mer los­ge­las­sen. Jetzt kann sich der gute Mann ein­fach nicht mehr ver­stel­len und ergreift die Initia­ti­ve pro Tras­sen.
 
 
Wie möch­te Herr Ball­eis eigent­lich wei­ter­hin beim Ener­gie­dia­log auf­tre­ten? Viel­leicht ver­klei­det als Clown mit Nar­ren­kap­pe? Frau Aigner, haben Sie kein geeig­ne­te­res Per­so­nal gefun­den? Vie­len Dank übri­gens für die Steil­vor­la­ge. Jetzt wis­sen wir defi­ni­tiv, was wir von die­sem fai­ren, trans­pa­ren­ten und vor allem ergeb­nis­of­fe­nen Dia­log hal­ten dür­fen.
 
Auch aus ande­ren Arbeits­grup­pen des Ener­gie­dia­logs ver­nimmt man selt­sam par­tei­er­grei­fen­de Mode­ra­tio­nen. Zu gern wer­den da die Tras­sen­geg­ner unter­bro­chen. Die Tras­sen­be­für­wor­ter dür­fen dage­gen in Mono­lo­gen zeit­los schwel­gen und die Panik­ma­cher und Arbeits­platz­wand­e­rungs­dro­her lau­schen besinn­lich zu.
 

3 Gedanken zu „Herr Ball­eis – befan­ge­ner Mode­ra­tor beim Ener­gie­dia­log“

  1. Das passt zu den ande­ren Erfah­run­gen von ins Bür­gern in Sachen Strom­tras­sen! “Offen” und demo­kra­tisch soll der Dia­log sein – was für ein Witz ! Poli­tik für Lob­by­is­ten – was für ein Skan­dal !

  2. Sehr geehr­te Damen und Her­ren,

    hin­sicht­lich der Mode­ra­ti­on von Herrn Dr. Ball­eis im Ener­gie­dia­log, darf ich Ihnen vor­ab fol­gen­des Pres­se­state­ment des Bay. Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums zu Ihrer Kennt­nis über­mit­teln:

    >Bay­erns Wirt­schafts- und Ener­gie­mi­nis­te­rin Ilse Aigner und der frü­he­re Erlan­ger Bür­ger­meis­ter Dr. Sieg­fried Ball­eis sind über­ein gekom­men, dass letz­te­rer die Mode­ra­to­ren­rol­le im Rah­men des Ener­gie­dia­logs abgibt. Die Minis­te­rin dank­te Dr. Ball­eis für sein Engagement.Aigner: „Herr Dr. Ball­eis hat die Arbeits­grup­pe 3 „Aus­bau­po­ten­ti­al der erneu­er­ba­ren Ener­gi­en“ mit der gebo­te­nen Neu­tra­li­tät, Umsicht und Kom­pe­tenz gelei­tet. Ich habe es mir jedoch zur Auf­ga­be gemacht, einen ergeb­nis­of­fe­nen Dia­log über die zukünf­ti­ge Ener­gie­ver­sor­gung Bay­erns zu füh­ren.“ Die Posi­tio­nie­rung von Dr. Ball­eis für Strom­tras­sen in sei­nem Antrag für den CSU-Par­tei­tag ste­he zu die­sem Ziel in Wider­spruch, so Aigner. Dr. Ball­eis hat­te eine der vier Arbeits­grup­pen des Ener­gie­dia­logs als Mode­ra­tor gelei­tet. Aigner: „Mir ist es wich­tig, den Anschein erst gar nicht auf­kom­men zu las­sen, auf den Ener­gie­dia­log wer­de inhalt­lich Ein­fluss genom­men.” Des­halb wer­de Dr. Ball­eis die aus­ste­hen­den Arbeits­grup­pen­sit­zun­gen nicht mode­rie­ren.<

    Mit freund­li­chen Grü­ßen
    C. Sto­eck­le

  3. In der Tat eine gute Ent­schei­dung, Herrn Ball­eis zurück­zu­zie­hen. Vie­len Dank an Frau Aigner, aber auch vie­len Dank an Dr. Sto­eck­le, der Frau Staats­mi­nis­te­rin über unse­ren Unmut zu die­ser Per­so­na­lie unter­rich­tet hat.
    Dem­zu­fol­ge Dank auch dem/der Forums­teil­neh­me­rIn, der/die die Hin­ter­grün­de zur Per­son Ball­eis hier the­ma­ti­siert hat. 🙂

    Der Schritt ist aber nur ein Hygie­ne­fak­tor – eine not­wen­di­ge Rei­ni­gung, die uns aber nicht unmit­tel­bar vor­an bringt. Mei­ne Skep­sis zum Ener­gie­dia­log besteht wei­ter. Ich sehe nicht, dass mit dem momen­ta­nen Ver­lauf des Dia­logs am Ende ein Ergeb­nis prä­sen­tiert wer­den kann, das als trag­fä­hi­ger Kom­pro­miss alle Grup­pen akzep­tie­ren.

    Sobald es mei­ne Zeit erlaubt, wer­de ich hier­zu einen ent­spre­chen­den Bei­trag ver­fas­sen.

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