See­ho­fer in Ber­gen (Neu­burg a.d. Donau)

2014-04-04_Bergen01Am heu­ti­gen Mit­tag hat­te sich Horst See­ho­fer in sei­nem Wahl­kreis, Nahe sei­ner Hei­mat­stadt, in Ber­gen ange­kün­digt.  Die­ses mal nicht zu einer Wahl­ver­an­stal­tung son­dern, um über das zur Zeit immer wei­ter auf­kom­men­de The­ma Strom­tras­se Süd-Ost zu spre­chen.

Pünkt­lich um 12 Uhr fand er sich am Ver­an­stal­tungs­ort ein. Als ers­tes begrüß­te der Neu­bur­ger Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Bern­hard Gmeh­ling die anwe­sen­de Bevöl­ke­rung und die gela­de­nen Gäs­te. Dr. Gmeh­ling sprach davon, dass den Tras­sen­geg­nern der Kla­ge­weg noch offen ste­hen wür­de, schließ­lich sei man nicht in Tim­buk­tu son­dern in Deutsch­land. Soweit soll es nach Ansicht der BI’s natür­lich erst gar nicht kom­men.

Als zwei­ter Red­ner trat Franz-Joseph Braun, Mit­glied der Bür­ger­i­ni­ta­ti­ve, auf die Büh­ne, er plä­dier­te dafür, die Tras­se kom­plett zu ver­hin­dern, auch eine Erd­ver­ka­be­lung kom­me nicht in Fra­ge.

2014-04-04_Bergen02Anschlie­ßend kam Horst See­ho­fer auf die Büh­ne, er  warb für sei­ne Arbeit in Ver­bin­dung mit dem EEG, beson­ders nach der Kata­stro­phe von Fuku­shi­ma. Sein Ziel bis 2022 kein Atom­kraft­werk mehr am Netz zu haben sei in Bay­ern sehr weit fort­ge­schrit­ten.

Ein Aus­stieg aus der Atom­ener­gie kann kein Ein­stieg in die Koh­le­en­er­gie sein” so der Minis­ter­prä­si­dent. Wie auch schon bei vor­he­ri­gen Reden stell­te auch See­ho­fer auch in Ber­gen die Not­wen­dig­keit der Tras­se  in Fra­ge, wenn doch schon jetzt Lei­tun­gen vor­han­den sind, wie­so kön­ne man die nicht wei­ter nut­zen. Er stell­te die berech­tig­te Fra­ge, wel­che Funk­ti­on eine Strom­tras­se haben kann, wenn sie in einem Braun­koh­le­ge­biet beginnt, in dem ein neu­es Koh­le­kraft­werk gebaut wird. Auch einen Import von Atom­strom aus dem Aus­land lehnt See­ho­fer deut­lich ab, das sei nicht sei­ne Poli­tik. See­ho­fer will kei­ne Tras­se, wenn sie gegen den Wil­len der Bevöl­ke­rung ist.

2014-04-04_Bergen03Am Ende der etwa 15 Minü­ti­gen Rede ermun­ter­te er die gut 1000 Anwe­sen­den, wei­ter gegen die Strom­tras­se zu kämp­fen. “Man muss solan­ge kämp­fen, bis man sein Ziel erreicht hat” sag­te er dem zustim­men­den Publi­kum.

Am Ende der Ver­an­stal­tung blie­ben vie­le Anwe­sen­de trotz aller Zuver­sicht des Minis­ter­prä­si­den­ten skep­tisch, schließ­lich ist der Bau der Tras­se ein Bun­des­ge­setz, das auch ein Minis­ter­prä­si­dent nicht ohne wei­te­res ver­hin­dern kann.

Wir for­dern, wie Minis­ter­prä­si­dent See­ho­fer auch, gegen die Tras­se wei­ter­zu­kämp­fen um unse­re Hei­mat vor so einem unnö­ti­gen Pro­jekt zu schüt­zen. Die Anhän­ger des “Akti­ons­bünd­nis der Tras­sen­geg­ner” wird auch nach die­ser Ver­an­stal­tung wei­ter wach­sen, neue Bür­ger­initia­ti­ven begin­nen sich zu grün­den. Gemein­sam sind wir stark!

 

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