Wer braucht die neu­en Strom­tras­sen wirk­lich?

Von: Karin Stahl ( ed.xx1544496019irtam1544496019oeg@l1544496019hats.1544496019k1544496019)

Die Maschi­ne­rie ist ange­lau­fen, es gibt laut Bun­des­re­gie­rung kein zurück. Denn laut dena-Netz­stu­di­en I und II benö­ti­gen wir die Lei­tun­gen für die Inte­gra­ti­on der erneu­er­ba­ren Ener­gi­en in die deut­sche Strom­ver­sor­gung: bis 2015 soll das Hoch­span­nungs­netz 850 km und bis 2020 zwi­schen 1.500 und 3.600 km umfas­sen.

Aber wer ist denn nun die „dena“?
Die dena heißt mit vol­lem Namen „Deut­sche Ener­gie-Agen­tur GmbH“, ihre Gesell­schaf­ter sind die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land (50 %), die KfW Ban­ken­grup­pe (26 %), die Alli­anz SE (8 %), die Deut­sche Bank AG (8 %) und die DZ BANK AG (8 %). Sie ist eine „leis­tungs- und gewinn­ori­en­tier­te Gesell­schaft und wur­de mit dem Auf­trag gegrün­det, an der Schnitt­stel­le zwi­schen Poli­tik und Wirt­schaft zu agie­ren. Dem­entspre­chend finan­ziert sie ihre Pro­jek­te mit einer gro­ßen Anzahl an Part­nern aus dem öffent­li­chen und dem pri­va­ten Sek­tor“ (so nach­zu­le­sen auf der Home­page www.dena.de).
Ihr Schwer­punkt liegt auf den Märk­ten Chi­na, Russ­land, Zen­tral­asi­en, Tür­kei und Frank­reich und ihre Part­ner sind gleich­zei­tig die Eli­te der deut­schen Ener­gie­ver­sor­ger, bei­spiels­wei­se E.ON, Vat­ten­fall, EnBW etc.
Schließ­lich ste­hen hin­ter der dena-Netz­stu­die II als Pro­jekt­steue­rer kei­ne gerin­ge­ren als bei­spiels­wei­se die E.ON Netz GmbH und die Sie­mens AG. Sie­mens selbst schätzt das Markt­vo­lu­men für die HGÜ-Tech­no­lo­gie auf immer­hin drei Mil­li­ar­den Euro jähr­lich. Beson­ders in Chi­na wird das Geld ver­dient. Der Kon­zern hat neben ABB die beherr­schen­de Markt­po­si­ti­on. Damit drängt sich also der Ver­dacht auf, dass die HGÜs in Deutsch­land pri­mär als Vor­zei­ge­ob­jekt die­nen sol­len, damit sie im Aus­land bes­ser ver­kauft wer­den kön­nen.

Somit muss sich letzt­lich jeder selbst die Fra­ge stel­len: Wer braucht die neu­en Strom­au­to­bah­nen wirk­lich? Und wie glaub­wür­dig sind die dena-Netz­stu­di­en I und II?

Ein Gedanke zu „Wer braucht die neu­en Strom­tras­sen wirk­lich?“

  1. Lie­be Karin, nach den von dir geschil­der­ten Fak­ten ist ja wohl klar, wer die HGÜ-Pilot­pro­jek­te haben will und wes­halb, und wei­ter ist klar, wie glaub­wür­dig die dena-Netz­stu­di­en sind. Es ist him­mel­schrei­end, wofür sich Gesell­schaf­ten, die mehr­heit­lich in Staats­be­sitz sind (die KfW-Ban­ken­grup­pe rech­ne ich auch dazu), her­ge­ben. Alles wird Pro­fit­in­ter­es­sen unter­ge­ord­net. Ich muss mal ganz pro­vo­kant und hypo­the­tisch fra­gen: Fast alles wird pri­va­ti­siert, um Erträ­ge zu erwirt­schaf­ten, aber wo bleibt da die Demo­kra­tie? Hat schon ein­mal jemand über­legt, das Par­la­ment zu pri­va­ti­sie­ren? Was wäre der Nach­teil?

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