Wer­den Kom­men­ta­re beim Ener­gie­dia­log geblockt?

Das The­ma Ener­gie­dia­log ist wei­ter­hin aktu­ell und jeder ist gespannt auf des­sen Aus­gang. Die­ser ergeb­nis­of­fe­ne Dia­log, so scheint es, wur­de bereits vor Beginn in eine bestimm­te Rich­tung gelenkt. Ich berich­te­te schon über die Hin­ter­grun­de (sie­he  Ener­gie­dia­log wird zur Far­ce).

Nun gibt es wie­der zwei­fel­haf­te Neu­ig­kei­ten. Es geht die­ses Mal um die Ein­rei­chung von sog. Leit­fra­gen. Jeder Bür­ger hat die Mög­lich­keit, Leit­fra­gen zum Ener­gie­dia­log ein­zu­rei­chen. Nach­dem nach der Regis­trie­rung die eige­ne E-Mail­adres­se bestä­tigt wur­de, wer­den ein­ge­reich­te Bei­trä­ge vor Ver­öf­fent­li­chung geprüft.

Da ich in meh­re­ren E-Mail-Ver­tei­lern ver­tre­ten bin, lese ich immer öfter, dass ein­ge­reich­te Bei­trä­ge nicht ver­öf­fent­licht wer­den, obwohl sie den Kom­men­tar­richt­li­ni­en (www.energie-innovativ.de/energiedialog/kommentar-richtlinien) ent­spre­chen. Die Kom­men­ta­re wur­den sogar mehr­fach geschrie­ben, weil die Ver­fas­ser einen Feh­ler ihrer­seits annah­men.

So erhielt ich vor eini­gen Tagen schon einen Anruf, bei dem ich gefragt wur­de ob es wirk­lich sein kann, dass auf­grund tech­ni­scher Pro­ble­me kei­ne Bei­trä­ge zum Emp­fän­ger der Kom­men­ta­re durch­drin­gen. Die­se tech­ni­schen Pro­ble­me wur­den wohl tele­fo­nisch bestä­tigt.

Soll­te es wirk­lich so sein, dass Bei­trä­ge nicht ver­öf­fent­licht wer­den, obwohl sie den Richt­li­ni­en ent­spre­chen, wäre das ein wei­te­res Indiz dafür, dass der Ener­gie­dia­log als Ali­bi­ver­an­stal­tung ange­setzt wur­de. Es kann mei­ner Mei­nung nach nicht sein, dass es dau­er­haft Schwie­rig­kei­ten berei­tet, ein­ge­hen­de Anfra­gen über eine Inter­net­sei­te erhal­ten zu kön­nen.

Ein Gedanke zu „Wer­den Kom­men­ta­re beim Ener­gie­dia­log geblockt?“

  1. Mein Kom­men­tar wur­de auch geblockt.
    Es ging dar­um, dass die Über­tra­gungs­netz­be­trei­ber die Lei­tun­gen pla­nen, die sie sel­ber ohne Kun­kur­ren­ten bau­en dür­fen um dann jahr­zehn­te­lang damit, eben­falls kon­kur­renz­los, zu ver­die­nen. Die freie Markt­wirt­schaft wird hier auf den Kopf gestellt.

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