Bun­des­kanz­le­rin Mer­kel: Lee­re Wort­hül­sen am 26.10. 15 in Nürn­berg

Bun­des­kanz­le­rin Mer­kel mach­te Hubert Galo­zy am 26.10. beim Bür­ger­dia­log in Nürn­berg ein Gesprächs­an­ge­bot: “… da bleibt noch ein Dis­sens zwi­schen uns, aber den kön­nen wir viel­leicht in wei­te­ren Dis­kus­sio­nen mit Initia­ti­ven wie Ihrer und ande­ren wei­ter aus­tra­gen …“
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Aller­dings blieb von dem Gesprächs­an­ge­bot nichts übrig. Nur durch per­ma­nen­tes Nach­ha­ken mei­ner­seits ent­stand schließ­lich ein vages Ange­bot, zwei Ter­min­vor­schlä­ge im Janu­ar im Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um mit Mit­ar­bei­tern des Refe­rats IIIC1 „Natio­na­le und euro­päi­sche Strom­net­ze und Strom­netz­pla­nung“ in Erwä­gung zu zie­hen (sicher­lich hät­te es wie­der Ter­min­grün­de oder sons­ti­ges gege­ben, damit ein Tref­fen nicht zustan­de kommt).
Bereits bei der “pro-for­ma Nach­fra­ge”, ob die Rei­se­kos­ten über­nom­men wer­den, wie­gel­te man wie­der ab.

Genü­gend Steu­er­mit­tel um Finanz­in­ves­to­ren zu bedie­nen oder stän­di­ge Bür­ger­dia­log Strom­netz Büros zu errich­ten (wie z.B. neu­er­dings in Nürn­berg) ist vor­han­den. Die Ein­hal­tung von Gesprächs­zu­sa­gen mit Bür­gern gehört nicht dazu.

Die loka­le Pres­se hat eben­falls über die­ses The­ma berich­tet: http://n-land.de/news/altdorf/wel­chen-wert-hat-ein-ver­spre­chen-der-kanz­le­rin

Fazit: Der Bür­ger­dia­log mit Mer­kel und ihre Ver­spre­chun­gen, wei­te­re Dis­kus­sio­nen zu füh­ren, gilt nur, wenn die Fern­seh­ka­me­ras lau­fen. Bereits beim Ver­las­sen der Jugend­her­ber­ge war das The­ma “Bür­ger­dia­log” für unse­re Bun­des­kanz­le­rin und ihre Mit­ar­bei­ter im Kanz­ler­amt erle­digt. Das ver­ant­wort­li­che Res­sort im Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um habe ich als arro­gant und phleg­ma­tisch emp­fun­den, ganz in der Tra­di­ti­on ihres Chefs Sig­mar Gabri­el, mit dem Mer­kel nach eige­ner Aus­sa­ge beim Bür­ger­dia­log “in der Sache” (Anmer­kung: Netz­aus­bau) gut zusam­men­ar­bei­tet.
Für mich ein ver­lo­re­ner Zeit­auf­wand vor, wäh­rend und nach dem Bür­ger­dia­log mit einer Bun­des­kanz­le­rin, die sich vor den Wirt­schafts­lob­by­is­ten­kar­ren span­nen lässt und sich in keins­ter Wei­se ernst­haft um die Anlie­gen der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger küm­mert.

3 Gedanken zu „Bun­des­kanz­le­rin Mer­kel: Lee­re Wort­hül­sen am 26.10. 15 in Nürn­berg“

  1. Wir sind der Mei­nung…” Die­se Aus­sa­ge der Bun­des­kanz­le­rin im Bür­ger­dia­log zeigt, wie sie einen Dia­log sieht. Sie sagt ihre Mei­nung und fer­tig.

  2. Sol­che Dis­kus­si­ons­run­den sind unnö­tig, allein der Titel spricht Bän­de.
    Bür­ger­pro­test, das ist das Ein­zi­ge was Poli­ti­ker beein­druckt.
    Wir müs­sen aggres­si­ver wer­den!

    1. Genau der Mei­nung bin ich auch. Aber beei­len müss­ten wir uns da schon.
      Als in Coburg 4000 Men­schen demons­trier­ten sind die­se Poli­ti­ker schon etwas zusam­men­ge­zuckt. Sol­che Demons­tra­tio­nen könn­ten noch etwas brin­gen. Es gibt euro­pa­weit kein Land, des­sen Poli­ti­ker sei­ne Bür­ger so über den Tisch zie­hen und so ver­dum­men, wie das unse­re.
      Die­se Poli­ti­ker sind von uns gewählt und wir sind es die wie­der wäh­len wer­den, eigent­lich hät­ten wir die Macht.
      An einem son­ni­gen Sonn­tag, ein spon­ta­ner Auf­ruf zu einer Demons­tra­ti­on durch Thü­rin­gen nach Bay­ern star­ten, dann viel­leicht ent­lang des Ost­bay­ern­rings. Spon­ta­ner Auf­ruf wegen dem Wet­ter, denn bei schlech­tem Wet­ter gehen die Mas­sen nicht auf die Stra­ße. Vor allem müs­sen auch die deut­schen Ver­brau­cher ange­spro­chen wer­den, denn sie müs­sen die Zeche bezah­len. Nichts mit Atom­aus­stieg, der Atom­strom kommt nun aus dem Aus­land und da wird man kaum auf Deutsch­land hören. War­um kam der Ost­bay­ern­ring als Ver­sor­gungs­pro­jekt erst 2013 dazu? Weil Tsche­chi­en künf­tig auf Atom­ener­gie setzt und das wur­de mehr als deut­lich bekannt gege­ben. Mit dem Bau des Ost­bay­ern­rings kann auch der Bau der geplan­ten Reak­to­ren in Teme­lin begin­nen. Pas­siert in dem anfäl­li­gen Kraft­werk Teme­lin ein grö­ße­rer Unfall so muss ganz Ost­bay­ern eva­ku­iert wer­den. Da wäre dann auch Mün­chen dabei. Luft­li­nie schät­ze ich 280 km (dann kön­nen sie sin­gen: „Wir sind dabei das ist pri­i­ma, pri­ma Bava­ria…“). Mein Tipp für alle Ost­bay­ern, schon mal vor­sor­gen und in der Welt Freun­de suchen, damit die Betrof­fe­nen beim Worst Case wis­sen wohin sie flüch­ten kön­nen.

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