Creußen – Trassenaktionstag und ANTI-Trassenfest

2014-06-28-14-28-43_CreußenDie Bürgerinitiative Creußen war am Wochenende an mehreren Veranstaltungen beteiligt. Zum einen wurde bereits am Samstag an den Creußner Windrädern ein ANTI-Trassenfest veranstaltet. Die Idee dazu kam von der Creußner Ortsgruppe des Bund Naturschutz. Zeitgleich war  eine unserer Sprecherinnen, Renate van de Gabel,  in Bonn bei der Bundesnetzagentur, wo sämtliche Bürgerinitiativen zum Netzausbau gehört wurden. Sie hat dort mit anderen das trassenweite Aktionsbündnis  vertreten und konnte unsere Position mit einem Power-Point-Vortrag bei der  Bundesnetzagentur untermauern.  Am Aktionstag hat  die BI Creußen an einer ökumenischen Wallfahrt entlang der Trasse von Neuhaidhof startend nach Bieberswöhr teilgenommen. Die Veranstaltungen waren ein voller Erfolg.

Am  ANTI-Trassenfest  hatten wir bis fünf Uhr ganz großes Glück mit dem Wetter und dementsprechend kamen im Laufe des Tages mehrere hundert Besucher. Obwohl wir eigentlich unsere Veranstaltung bis 18 Uhr geplant hatten, waren bereits kurz vor fünf  alle unsere Kuchen und auch alle Bratwürste und Steaks verkauft.  Es war eine erfolgreiche Veranstaltung mit guter Stimmung. Musikalisch wurde die Veranstaltung von der Stadtkapelle Creußen, dem Posaunenchor St. Jakobus und als krönender Abschluss von der Bayreuther Trommlergruppe Afro-Samba umrahmt.


Gleich zu Beginn, um 13 Uhr, kam unser  Bayreuther Landrat  Hermann Hübner (CSU)  in Begleitung von  MdL  Gudrun Brendel-Fischer (CSU). Beide haben sich in ihrer Rede eindeutig gegen den Bau der HGÜ-Leitung Süd-Ost ausgesprochen. Unser Landrat wurde sogar ziemlich deutlich: „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht verarscht und durch die Energiewende ausgenutzt werden. Wir müssen Stopp sagen“. Als weiterer Redner sprach der Regionalbeauftragte des Bund Naturschutz für Oberfranken, Tom Konopka, „Wir haben in Oberfranken eine bürgergenerierte Energiewende und die Leute wären jetzt die Gelackmeierten, wenn die Trasse in den Süden käme – dort, wo in Bayern die wenigsten Windräder stehen“, kritisierte er.  Im Laufe des Nachmittags konnten 40 neue Mitglieder für unsere Bürgerinitiative gewonnen werden, darunter auch MdL  Dr. Rabenstein (SPD), der sich ebenfalls gegen den Bau der Leitung aussprach. Auch die beiden Bürgermeister der Nachbargemeinden aus Schnabelwaid und Prebitz konnten von unserem Bürgermeister Martin Dannhäußer, der die ganze Veranstaltung moderiert hat, begrüßt werden. Es ist gut zu wissen, dass wir von so vielen unterstützt werden.



Eines der Bilder zeigt MdL Brendel-Fischer,  Landrat Hübner, den Creußner Bürgermeister Dannhäußer und den Schnabelwaider Bürgermeister Hofmann mit uns zusammen beim Abstecken der Grundfläche eines Mastens mit den von der örtlichen Frauenunion gebastelten Protestfähnchen.
Zum guten Gelingen der Veranstaltung hatte die tatkräftige Unterstützung der vielen unterschiedlichen Helfer und Mitwirkenden beigetragen.  Ein herzliches Dankeschön an alle Helfer, Mitwirkende und Besucher: Ohne euch wäre die Veranstaltung nicht möglich gewesen!

Am Aktionssonntag mussten wir leider mit Starkregen kämpfen. Unbeirrt hat sich trotzdem ein Teil unserer Bürgerinitiative zu Fuß von Neuhaidhof aus die geplante Trasse entlang nach Bieberswöhr auf Wallfahrt begeben und dort mit allen anderen Wallfahrern und auch denjenigen, die lieber trockenen Fußes mit dem Auto gekommen waren, Gottesdienst gefeiert. Im Anschluss daran konnte Renate van de Gabel  den vielen Besuchern aktuelle Informationen aus Bonn zur Stromtrasse geben. 
Wir hoffen, durch unsere Aktionen die Personen vor Ort und von außerhalb wach gerüttelt zu haben. Wir kämpfen weiter, wir lassen diese Trasse (Vorzugs- und Alternativtrasse) nicht zu!

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