Die unend­li­che Geschich­te…

Am 10.03.15 fand in Sin­ning eine wei­te­re Insze­nie­rung der unend­li­chen Strom­tras­sen­dis­kus­si­on statt. Mit­wir­ken­de waren: Peter Barth (Ampri­on), Wer­ner Widu­ckel (SPD), Uwe Beck­mey­er (SPD-Par­la­men­ta­ri­scher Staats­se­kre­tär beim Bun­des­mi­nis­ter für Wirt­schaft und Ener­gie), Peter Mießl (Bür­ger­en­er­gie­ge­nos­sen­schaft) und Man­fred Burz­ler (Strom­tras­sen­geg­ner und Ener­gie­wen­de­umset­zer). Regie führ­te bei die­sem Stück Ewald Schu­rer (SPD-MdDB).
Die Begrü­ßung, die deut­li­che Wor­te ent­hielt, sprach Her­mann Ste­ger von der BI Ober­hau­sen. Er for­der­te: Die Ener­gie­wen­de muß kom­men-wenn nicht jetzt, wann dann? Es darf kei­ne Ener­gie­wen­de “light” wer­den, son­dern eine dezen­tra­le Wen­de mit den Bür­gern. Es muss einen fai­ren Wett­be­werb geben, auch für klei­ne­re Unter­neh­men. Er for­der­te die Poli­tik auf “Schaut dem Volk auf´s Maul !”


Uwe Beckmeyer´s Rol­le war geprägt von bür­ger­freund­li­cher Läs­sig­keit bis hin zu einer dra­ma­ti­schen Ein­la­ge unter dem Namen  “Audi-wenn die Bän­der still ste­hen wür­den”. Eine ins­ge­samt eher schlech­te Dar­bie­tung, die von den meis­ten Anwe­sen­den als mäßig beur­teilt wur­de. Die Bay­ern hören und sehen schon genau hin, da reicht es nicht, 15 Minu­ten lang eine klei­ne Rede zu hal­ten, freund­lich in die Kame­ra zu lächeln und zur eigent­li­chen Fra­ge­run­de dann ein­fach einen Abgang zu machen, um dann noch von einem Dia­log mit den Bür­gern zu Spre­chen!
Auch die Aus­sa­ge “Ener­gie­wen­de sei der kon­se­quen­te Aus­stieg aus der Atom­ener­gie”, emp­fand ich für einen Staats­se­kre­tär inhalt­lich als sehr schwach. Ener­gie­wen­de bedeu­tet für mich weit­aus mehr! Nur weil wir aus der Kern­ener­gie aus­stei­gen, ist das noch lan­ge kei­ne Wen­de in Sachen Kli­ma­po­li­tik, Ener­gie­er­zeu­gung, Spei­che­rung und rege­ne­ra­ti­ven Struk­tu­ren. Herr Beck­mey­er führ­te zwar das Ziel der Bun­des­re­gie­rung von 85% EE bis 2050 auf, aller­dings fra­ge ich mich, wie das erreicht wer­den soll, wenn man es damit wirk­lich ehr­lich meint? Auch sei­ne Aus­sa­ge ” Man kann nicht aus der Atom- und Koh­le­indus­trie aus­stei­gen”, gibt mir zu den­ken. Über Alter­na­ti­ven wur­de wie­der nicht gespro­chen oder nur als zu teu­er oder nicht markt­reif abge­tan. Denn das eigent­li­che Ziel ist es, die Akzep­tanz der Bür­ger für die Tras­sen zu erhö­hen.
Im 2. Akt über­nahm Herr Barth von Ampri­on die Haupt­rol­le. Ihm kommt ver­mehrt die Rol­le des Romeo zu. Freund­lich, sprach­ge­wandt, äußerst auf­merk­sam und ein wenig leid­lich. Er sag­te: “Hät­te es sol­che Bür­ger­initia­ti­ven in sei­nem Land gege­ben, dann wären wir alle ein­ge­sp­rerrt worden”-nur gut daß es sich um ein demo­kra­ti­sches Stück han­delt! Inter­es­sant war aller­dings sei­ne Aus­sa­ge, wenn Bay­ern 5 Gas­kraft­wer­ke bau­en wür­de, bräuch­te man die Tras­se nicht.
3. Akt: Herr Widu­ckel: lan­ge Rede, kur­zer Sinn: Gesprä­che sind wich­tig!
4. Akt: Herr Mießl: Man kann nicht nur immer gegen Alles sein. Für ihn ist der Bau von Gas­kraft­wer­ken nicht der rich­ti­ge Weg, da man fos­si­le Ener­gi­en durch fos­si­le Ener­gi­en ersetzt. Bes­ser: gemein­sa­me Klein­kraft­wer­ke.
5. Akt: Man­fred Burz­ler: er ist zu 80% Selbst­ver­sor­ger: BHKW,Elektroauto, Bat­te­rie­spei­cher, PV-Anla­ge-muß nicht viel sagen, son­dern packt´s prak­tisch an!

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An die­ses Stück reih­te sich eine aus­gie­bi­ge, aber sehr inter­es­san­te Fra­ge­run­de an. Eine Teil­neh­me­rin schil­der­te, daß sie auf­grund der Aus­sa­ge, die Tras­se wür­de zur Ver­sor­gungs­si­cher­heit gebraucht, schon x-mal nach der Bedarfs­be­rech­nung bei Ampri­on und Co nach­ge­fragt habe. Die Fir­ma Ampri­on ver­sprach dar­auf hin, ihr die­se Infor­ma­tio­nen zukom­men zu las­sen. Bis zum heu­ti­gen Tag ist dies aller­dings immer noch nicht erfolgt!
Ich per­sön­lich brach­te mei­nen Unmut über gewähl­te Volks­ver­tre­ter zum Aus­druck, die mit Nicht­wis­sen­heit glän­zen und denen gar nicht dar­an gele­gen ist, gewünsch­te Alter­na­ti­ven auf­zu­zei­gen. Es soll nur mit allen Mit­teln ver­sucht wer­den, die Akzep­tanz für die HGÜ-Tras­sen zu erhö­hen. Das hat für mich nichts mehr mit Demo­kra­tie-im Namen des Vol­kes zu tun, son­dern gestal­tet sich immer mehr zu einer Lach­num­mer mit tra­gi­schem Ende!

 

2 Gedanken zu „Die unend­li­che Geschich­te…“

  1. Lie­be Ani­ta,
    Herr Beck­mey­er wird 2050 nicht mehr in Amt und Wür­den sein, son­dern sei­nen mit Bür­ger­dia­lo­gen sau­er erdien­ten Ruhe­stand genie­ßen. Er muss dann auch nicht mehr Rede und Ant­wort ste­hen wegen der 85% EE. Sei­ne Aus­sa­ge “Man kann nicht zeit­gleich aus Atom und Koh­le aus­stei­gen” hat er von sei­nem Chef Sig­mar Gabri­el über­nom­men, der hat das schon öfter gesagt. Ich erin­ne­re mich noch an sei­ne Wor­te ver­gan­ge­nen Mai in Ber­lin, als die Tras­sen­geg­ner die ers­te Char­ge der ins­ge­samt zusam­men­ge­kom­me­nen 300.000 Unter­schrif­ten gegen die Tras­se über­ga­ben (Gabri­el hat­te wich­ti­ge­re Ter­mi­ne). Damals sag­te er:“130.000 Unter­schrif­ten, das ist ein Feld­stein, mit dem wir umge­hen müs­sen”. Wie das gemeint war, sehen wir jetzt.

  2. Um einen bild­li­chen Ver­gleich zu benut­zen. Die Strom­tras­sen sind ganz ein­fach über­flüs­sig, denn zum wie­der­hol­ten Male ergab die Aus­wer­tung der tat­säch­li­chen “Win­dern­te”, womit die erzeug­te Leis­tung im Ver­hält­nis zur instal­lier­ten theo­re­ti­schen Leis­tung gemeint ist, eine erheb­li­che Dis­kre­panz, näm­lich off­shore (=auf See), obwohl der Wind dort “fast immer” weht gera­de­mal 14,8% und das “vola­til” (=nicht plan­bar). Somit las­sen sich die Strom­tras­sen mit einer sechs­spu­ri­gen Auto­bahn in der inne­ren Mon­go­lei ver­glei­chen, einem Land mit fast kei­nem Ver­kehrs­auf­kom­men. Weil das so ist und jeder, der die vor­han­de­nen Zah­len (Quel­le: Ampri­on, Ten­net) aus­wer­ten kann, muss zu die­sem Ergeb­nis kom­men. Nur das will von den Damen und Her­ren Poli­ti­kern kei­ner wahr haben. Wir befin­den uns bereits im Jah­re 04 der “geschei­ter­ten Ener­gie­wen­de”, wel­che im Übri­gen nie­mals funk­tio­nie­ren wird! Kli­ma­po­li­tik, was ist das? Rich­tig — nichts! Es gibt kei­nen Kli­ma­schutz, nur “Abkas­sier-Model­le” aus­ge­dacht von “Öko-Fun­da­men­ta­lis­ten”, die immer mehr beim Lügen ertappt wer­den.…!
    Wie­viel ist der Wert 380 ppm (CO2 Gesamt­an­teil in der Luft) in Pro­zent aus­ge­drückt?
    Rich­tig: 380 Par­ti­kel pro Mil­li­on ist gleich 380 von 1.000.000 Teil­chen Luft sind CO2 — davon gera­de mal 4 %, also 15,2 Teil­chen mensch­li­chen Ursprungs, also in Pro­zent: 0,0000152 % sind mensch­li­chen Ursprungs. Das ist tat­säch­lich erwie­sen und ent­spricht mathe­ma­tisch einer Null! Erwär­mung gibt es — aber nur in mani­pu­lier­ten Model­len.…! Wann kann nicht mehr fest­stel­len, wo die Lüge­rei beginnt oder begon­nen hat, wo sie auf­hört, das weiß ich genau — sie­he BAKE der AfD.

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