Erneu­te wis­sen­schaft­li­che Bestä­ti­gung: Die HGÜ-Tras­sen sind über­flüs­sig

von Olaf Lüt­tich < bi-leinburg@stromautobahn.de >

Pro­fes­sor Jarass hat für die Frei­en Wäh­ler in Hes­sen ein wis­sen­schaft­li­ches Gut­ach­ten zum Süd­link erstellt, das natür­lich auch für die Süd­ost­tras­se gilt. Danach ist schwarz auf weiß klar, dass die­se Lei­tun­gen über­flüs­sig sind. Er weist dar­in ein­deu­tig nach, die geplan­ten Gleich­strom­tras­sen sol­len nahe­zu aus­schließ­lich für den Trans­port von Koh­le­strom und den damit ver­bun­de­nen euro­pa­wei­ten Strom­han­del gebaut wer­den. Damit wird wie­der ein­mal trans­pa­rent, die gro­ßen Strom­kon­zer­ne wol­len in Wirk­lich­keit kei­ne Ener­gie­wen­de, son­dern ihr altes, lukra­ti­ves Geschäft, zu Las­ten des Welt­kli­mas und auch zu Las­ten der Strom­ver­brau­cher mit aller Macht bei­be­hal­ten. Die in Kür­ze fer­tig gestell­te Thü­rin­ger Strom­brü­cke, eine Opti­mie­rung der bekann­ten Eng­pass­stel­len in Ver­bin­dung mit der ver­füg­ba­ren Tech­nik des Lei­ter­seil­mo­ni­to­rings, sichern die Strom­ver­sor­gung in Süd­deutsch­land nach dem Abschal­ten der Kern­kraft­wer­ke nach­hal­tig und ohne Pro­ble­me. Das Gut­ach­ten ist über den nach­ste­hen­den Link erreich­bar.

http://fw-landtag.de/fileadmin/user_upload/Gutachten_Jarass_zu_HGUE-Leitungen_nach_Bayern_FREIE_WAEHLER_18.09.2015.pdf

4 Gedanken zu „Erneu­te wis­sen­schaft­li­che Bestä­ti­gung: Die HGÜ-Tras­sen sind über­flüs­sig“

  1. Sehr infor­ma­tiv ist auch das Video auf der Sei­te von Gün­ther Fel­bin­ger (MdL FW) mit der Erklä­rung von Pro­fes­sor Jarass anläss­lich der Vor­stel­lung des Gut­ach­tens in der Frak­ti­on der Frei­en Wäh­ler. Hier liegt die Beto­nung auf der Tat­sa­che, dass Prof. Jarass sich vor allem auf die Daten der Bun­des­netz­agen­tur selbst beruft, die zu dem unaus­weich­li­chen Schluss füh­ren, dass die HGÜ-Tras­sen nur für den Koh­le­strom­ex­port nötig sind.

    Dies ist das per­fi­de an den über einen so lan­gen Zeit­raum durch die Ener­gie­lob­by mani­pu­lier­ten Infor­ma­tio­nen zum The­ma HGÜ-Tras­sen: Die Legen­de, dass Deutsch­land Wind­strom­tras­sen für die Ener­gie­wen­de benö­tigt, hält sich so hart­nä­ckig wie ein Kau­gum­mi an einer Schuh­soh­le. Dabei ist es offen­sicht­lich, und es ist beweis­bar, dass die Ener­gie­wen­de mit dem Bau aller HGÜ-Tras­sen zer­stört wird.

    http://www.guenther-felbinger.de/politik/energiepolitik/suedlink-ueberfluessig

  2. Die­se Ein­schät­zung kann ich lei­der über­haupt nicht tei­len. Prof. Jarass bestä­tigt in die­sem Gut­ach­ten über­haupt nicht, dass die zwei HGÜ-Tras­sen über­flüs­sig sind. Ganz im Gegen­teil: Er for­dert nur neue Berech­nun­gen!
    Auf der ers­ten Sei­te steht doch sein Fazit: “Erst nach einer ent­spre­chen­den Neu­be­rech­nung des Netz­ent­wick­lungs­plans wis­sen wir, ob und in wel­chem Umfang neue Strom­lei­tun­gen für die Ener­gie­wen­de erfor­der­lich sind.”
    Auf Sei­te 44 schlägt Jarass sogar ein euro­pa­wei­tes Super-Netz vor und bet­telt um ein Gut­ach­ten der Grü­nen Ener­gie­mi­nis­ter.
    Mei­ner Mei­nung nach soll­te man die­ses Gut­ach­ten mög­lichst schnell in der Schub­la­de ver­schwin­den las­sen.

    1. Es ist voll­kom­men egal, Herr Solfan­ger, ob sie eine Ein­schät­zung tei­len oder nicht, wenn etwas schwarz auf weiß nach­zu­le­sen ist. Auf Sei­te 44 Z. 11 — 13 des Gut­ach­tens lese ich: “Laut Netz­ent­wick­lungs­plan 2024 sol­len ost- und west­deut­sche Braun­koh­le­kraft­wer­ke als Ersatz für süd­deut­sche Kern­kraft­wer­ke die­nen. Dafür sind star­ke neue Über­tra­gungs­lei­tun­gen zu den süd­deut­schen Kern­kraft­werks­stand­or­ten geplant. Das ist eine tech­nisch ein­fa­che und siche­re Lösung, die aber vie­le kom­mu­na­le und pri­va­te Ener­gie­wen­de-Inves­ti­tio­nen und die Ener­gie­wen­de ins­ge­samt kon­ter­ka­riert.” Reicht Ihnen das echt nicht?

      Und das Super-Strom­netz ist kein Vor­schlag, son­dern wird expli­zit in Fra­ge gestellt, u.a. wegen der Kos­ten: “Ein der­ar­ti­ger Lei­tungs­neu­bau erscheint weder umsetz­bar noch wirt­schaft­lich zumut­bar.” (S. 44 Z. 26 f.)

      Erklä­rung zur Ver­bes­se­rung der Lese­kom­pe­tenz: “Wür­de” und “wäre” sind Signal­wör­ter für den Kon­junk­tiv, der wird immer dann ver­wen­det, wenn der Spre­cher erheb­li­chen Zwei­fel am Wahr­heits­ge­halt einer Aus­sa­ge hat.

      Ich könn­te Ihnen schon ein Gut­ach­ten nen­nen, das mög­lichst schnell in der Schub­la­de ver­schwin­den soll­te, aber das ist eine ande­re Geschich­te… 😉

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