Zu vie­le Disuks­sio­nen beim Tras­sen­bau

hohmann_bundesnetzagenturJochen Hoh­mann, Prä­si­dent der Bun­des­netz­agen­tur hat sich mal wie­der zu Wort gemel­det. Homann erklär­te, dass beim Bau von not­wen­di­gen neu­en Strom­tras­sen zu viel Zeit für Grund­satz­de­bat­ten ver­geu­det wird. Auf der 5. Han­dels­blatt Jah­res­ta­gung „Erneu­er­ba­re Ener­gi­en“ erklär­te Homann in Ber­lin, dass bei der  Umset­zung auf erneu­er­ba­re Ener­gi­en all­ge­mein eine gro­ße Akzep­tanz herrscht, aber beim not­wen­di­gen Aus­bau der Strom­tras­sen es zu Dis­kus­sio­nen kommt. Der regio­na­le Poli­tik hält Homann feh­len­de Unter­stüt­zung vor. Beim Aus­bau der Net­ze stößt man immer wie­der auf „Ver­zö­ge­rung statt Beschleu­ni­gung“.

So haben sich die Stadt­wer­ke Mün­chen zum Ziel gemacht, sich bis ins nächs­te Jahr­zehnt mit Hil­fe von Off­shore-Wind­an­la­gen kom­plett aut­ark zu ver­sor­gen. Dabei erklär­te Homann, dass nicht jede Regi­on vom Tras­sen­bau ver­schont wer­den könn­te. Klar, wenn Mün­chen Off-Shore Wind haben will, muss der von der Küs­te trans­por­tiert wer­den. Aber es kann nicht sein, dass Bür­ger ent­lang der mög­li­chen Tras­sen unmit­tel­bar unter rie­si­gen Stromm­mas­ten leben müs­sen. Von der Zer­stö­rung der Natur mal ganz abge­se­hen. Es stellt sich hier auch die Fra­ge, war­um es sich die Stadt­wer­ke Mün­chen zum Ziel gemacht haben Off­shore-Wind zu nut­zen. Ande­re Alter­na­ti­ve Ener­gie­quel­len gäbe es in nähe­rer Umge­bung auch. Was­ser­spei­cher aus Alpen, Son­nen­en­er­gie im Lan­des­in­ne­ren um nur zwei zu nen­nen. Wie ver­sor­gen sich gro­ße Bal­lungs­zen­tren im Nor­den oder in der Mit­te von Deutsch­land. Nicht jede Regi­on kann sich mit Off­shore-Wind ver­sor­gen. Gilt hier das Prin­zip “wer zuerst kommt malt zuerst”? Die süd­li­chen Bal­lungs­zen­tren müs­sen dabei auch auf “süd­li­che Lösun­gen” Rück­sicht neh­men. Die vie­ler­orts gewünsch­te dezen­tra­le Ener­gie­wen­de wird nicht erreicht, wenn nur auf Off­shore-Wind­parks gesetzt wird.

Das Vor­ha­ben der Stadt­wer­ke hat einen sehr posi­ti­ven Hin­ter­grund, nie­mand kann den Stadt­wer­ken vor­wer­fen, auf rege­ne­ra­ti­ve Ener­gi­en zu set­zen wäre falsch. Was aber pas­siert mit den Men­schen und der Natur? Man kann nicht die Umwelt schüt­zen und auf rege­ne­ra­ti­ve Ener­gi­en set­zen, gleich­zei­tig aber Mensch und Natur zer­stö­ren um sau­be­ren Strom zu trans­por­tie­ren.

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