Warum verläuft die Trasse nicht vor der Haustür der Befürworter?

von: Thomas Gründer <nbglandsued@stromautobahn.de>

Coloures-pic - Fotolia.comSeit der im Januar 2014 erstmalig öffentlich wahrnehmbaren Information über einen bereits sehr
konkreten 1km-breiten Verlauf der Süd-Ost-Trasse (Korridor D) durch den Übertragungsnetzbetreiber Amprion haben sich in Bayern 300.000 Bürgerinnen und Bürger gegen diesen von „oben herab“ geführten scheinbaren Dialog organisiert. Wir kritisieren nach wie vor die den offenbaren Kapitalinteressen der Finanzinvestoren untergeordneten Verwerfungen im – für den Laien nicht durchschaubaren – Prozess der Netzentwicklung und der interessengesteuerten Kommunikation der ÜNB. Die mittlerweilen entlarvte, nicht vorhandende Notwendigkeit des Leitungsausbaus, die auf der Bundesebene (vorsätzlich?) dilettantisch gesteuerte Politik der Energiewende, die unverantwortliche Transformation von Natur, Entwicklungschancen ganzer Regionen und die Alterssicherung von Bürgerinnen und Bürger in Rendite, unklare Gesundheitsrisiken, sowie die damit verbundenen gesellschaftspolitischen Aspekte, sind durch die geplante asymmetrische Lastenverteilung dazu geeignet zur Spaltung der Bevölkerung beizutragen.

Bis zum heutigen Tag lässt sich zwar feststellen, dass die politische Unterstützung der Bürgerinitiativen auf kommunaler bis hin zur Landkreisebene über die Parteigrenzen hinweg gut ist, dies allerdings fast nicht auf höheren politischen Ebenen ankommt. Der im November 2014 von der bayerischen Energieministerin Ilse Aigner initiierte Energiedialog wird in der Öffentlichkeit durch Bürgerbeteiligung, unabhängige Moderatoren und Transparenz dargestellt. Die Objektivität des Energiedialogs scheint der Frau Ministerin tatsächlich ein ernsthaftes Anliegen zu sein, da der sich öffentlich zu HGÜ-Trassen bekennende ehemalige OB der Stadt Erlangen und Moderator der Arbeitsgruppe „Erneuerbare Energien“, Herr Dr. Siegfried Balleis [siehe Nürnberger Nachrichten, 09.12.2014] zwischenzeitlich ausgewechselt wurde. Wie aber, in wessen Auftrag – und möglicherweise Honorar -, konnte er in diese Funktion gelangen? Das wirft beim geneigten Leser in nahezu kafkaesker Erkenntnis dann doch zumindest eine weitere Frage auf:

Wie wäre es denn, wenn die glühenden Trassenbefürworter das heute hier auf stromautobahn.de veröffentlichte Faktenpapier ganz einfach einmal nicht lesen und sich völlig selbstlos für eine Trassenführung, der aus technischen Gründen erwiesenermaßen unnötigen Braunkohlestromleitung, vor ihrer Haustür einsetzten?

Das hierzu passende Luther-Zitat „auf fremdem A… ist gut durchs Feuer reiten“ scheint ein wenig deftig zu sein, trifft aber im Grunde den wahrlich problematischen Kern dessen, was gespielt wird: Vielleicht wird hier die bewusste oder auch unbewusste Spaltung der Gesellschaft betrieben? Denn: Wir Gegner werden als „Wutbürger“ verunglimpft und die Befürworter betreiben das umgekehrte „St.-FloriansPrinzip“, statt sich für ihre persönliche Trasse vor der eigenen Haustür einzusetzen.

Seltsam, denn vielleicht ergäbe sich so sehr schnell eine neue Vorzugstrasse ohne die, möglicherweise grundgesetzwidrige, vorzeitige Besitzeinweisung und Enteignung?

Für alle Gegner und Befürworter haben wir die aktuelle Faktenlage in einem Argumentationspapier zusammengefasst und zum Download bereitgestellt. Hieraus werden, zur etwa im Februar 2015 anstehenden öffentlichen Konsultation des NEP2014/II bei der Bundesnetzagentur, deduktiv Argumente abgeleitet und wir sind uns sicher, dass die 26.064 Stellungnahmen zum NEP2014/I bei weitem übertroffen werden.

Download:  Argumentationspapier_V2_0_Teil I.pdf (637kB)

 

Bilder: Coloures-pic – Fotolia.com

21 Gedanken zu „Warum verläuft die Trasse nicht vor der Haustür der Befürworter?“

  1. Ich gebe Ihnen völlig Recht, es gibt viele, die uns als Wutbürger darstellen und selbst insgeheim froh sind, nicht betroffen zu sein. Sie tragen aber auch die Kosten für den unsinnigen Netzausbau. Dass die HGÜ Süd-Ost nicht notwendig ist, hat uns am Dienstag Prof. Dr. Hirschhausen wieder unmissverständlich bestätigt. Ebenso ist die Meinung, der Strom wird damit billiger ein Irrglaube.
    Ich hoffe, dass sich nun auch nicht unmittelbar Betroffene uns anschließen und unterstützen!

  2. Ich geh zwar davon aus, dass ein Schwenk über München nicht vorgesehen ist, aber mich würde weder die HGÜ, noch zusätzliche Windräder stören. Im Gegenteil, ich wäre stolz darauf, Teil des Fortschritts in Deutschland zu sein.

    1. Sehr gut, Freiwillige vor. Ich werde beim nächsten Termin in München den Vorschlag vorbringen.

      @ Spanier: würden Sie bitte Ihr HGÜ Anliegen noch an Amprion und Frau Aigner in Kopie senden.
      Das würde Ihre Ernsthaftigkeit untermauern, ansonsten wirkt es sehr dampfplauderhaft.

      1. Da werde ich wohl auf taube Ohren stoßen, schließlich müsste die Trasse in diesem Fall durch ein Naturschutzgebiet, und dagegen gibt es weit stärkere Interessengruppen.

    2. Sehr verehrte(r) Frau/Herr Spanier,

      schön, dass Sie sich für die Energiewende einsetzen. Fordern Sie bitte vom Münchener Stadtrat oder von der oberbayerischen Regierung weitere Winderräder. Sowie in den vorderen Alpen weitere Pump-Speicherkraftwerke. Auch könnte München mehr in Sachen Photovoltaik machen.

      Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

    3. -Trassendörfer-
      „Markt und Straßen stehn verlassen
      Haus um Haus stirbt langsam aus
      sinnend geh‘ ich durch die Gassen
      alles sieht nach Stromtrassen aus.“
      in Anlehnung an ein Gedicht von Joseph Freiherr v. Eichendorff

      @Spanier: Denken Sie mal nach, die Adventszeit soll sich ja angeblich gut dafür eignen.

  3. Lieber Thomas Gründer,
    ein großes Dankeschön für den konstruktiven, logischen und durchaus überdenkenswerten Vorschlag. Luthers Aussprüche waren schon immer gut geeignet, einen Sachverhalt drastisch, aber klar darzustellen.
    Auch dem Verfasserteam des Argumentationspapiers vielen herzlichen Dank, ihr habt einen fundierten, super Beitrag geliefert.

  4. Zuerst der polemische Teil: Gute Idee, die Trasse zu den Befürwortern zu verlegen. Die geplante Trasse läuft bei mir in Sichtweite vorbei, es würde sich also nichts ändern. Vielleicht sollten sich im Gegenzug die Trassengegner dazu bereit erklären, die Mehrkosten und negativen Effekte, die bei einer erfolgreichen Verhinderung dieser Trasse entstehen komplett zu übernehmen und auszugleichen.

    Das Argumentationspapier ist nett zu lesen, bleibt aber wesentliche Quellen schuldig. Vielleicht möchten die Autoren da nochmal nachbessern, vor allem zu folgenden Punkten:

    3. Gesundheitsgefährung – Woher kommen diese Aussagen alle? Gibt es dazu einen Link im Internet um das nachzuprüfen?

    4. Entschädigung für überspanntes Gemeindegebiet:
    Woher kommt der Faktor 250000? Kurz überschlagen bedeutet das, dass bei 40000 Euro Entschädigung pro km Leitung würden als 10 Milliarden Euro Schaden pro km Leitung entstehen?

    Und zuletzt: In dem Dokument behaupten Sie, die Interessen von 300000 Menschen zu vertreten. Wie kommen Sie zu dieser Zahl? Ist das die Anzahl der Unterschriften, die sie gesammelt haben?

    Bin gespannt, ob mir jemand sachkundige Antwort auf meine Fragen gibt, befürchte aber eher nicht.

  5. Etwas Kritik zu diesem Papier (insbesondere Kapitel 3):
    Punkt 1: Es wäre vielleicht sinnvoll dazu zu sagen, dass die hohen Feldstärken nicht in zugänglichen Bereichen auftreten sondern nur in unmittelbarer Nähe zum Leiterseil.
    Punkt 2: „Nichtabschirmbare magnetische Felder können u.a. neurophysiologische Reaktionen hervorrufen und kognitive Funktionen von Mensch und Tier beeinflussen.“
    Da wissen Sie scheinbar mehr als die Wissenschaft. Ein derartiger Effekt wurde noch nie beobachtet .
    Punkt 3: Ein kurzer Vergleich mit den elektrischen Feldstärken einer echten Röntgenröhre zeigt, dass sowohl Energie, als auch Intensität um etliche (!) Größenordnungen niedriger sind. Selbst ein quantitativer Vergleich mit kosmischer Strahlung dürfte lächerlich wirken.
    Zum Rest:
    – „B“ beschreibt die Flussdichte, Induktion ist etwas völlig anderes (Physik 8. Klasse).
    – Der für die Schweiz angegebene Grenzwert gilt nicht für statische Felder, sondern für solche mit Netzfrequenz. Die Schweiz hat dazu die Empfhelung der ICNIRP mit 40 mT übernommen (40.000x höher).
    – Des weitern ließen sich etliche Zitate aus genannter Empfehlung der SSK nehmen, die Ihrer Argumentation genau widersprechen (insbesondere quantitativ).

    Für Interessierte: http://www.nordbayern.de/region/bayreuther-experte-angst-vor-stromtrasse-ist-unbegrundet-1.3475670

    1. @Spanier:
      Ich unterstelle mal, das es sich hier

      http://www.vde.com/de/Veranstaltungen/VDE/ETG2-E013/2013/documents/etg_kongress_2013_progr%20_web.pdf

      um den gleichen Herren handelt.
      Also ich würde solche Aussagen auch tätigen.

      Für alle anderen: Suchen Sie nach „NIMBY“ das ist das eigentliche Ziel der Veranstaltung, suchen Sie nach „Bakran“.
      Beachten Sie auch, über was Herr B. seine Vorträge hält und wer die Sponsoren der Veranstaltung sind. Berücksichtigen Sie auch, welche Patente Herr B. innehält und was er schon so alles erfunden und entwickelt hat.

      Meine Meinung dazu: „Man schlägt nicht die Hand, die einen füttert oder füttern soll“. Wie geschrieben, ist meine Meinung. Und Ihre?

  6. Übrigens hat Prof. Bakran (Prof. für Mechatronik NICHT für Medizin) in einem Zeitungsinterview in der Frankenpost zugegeben, dass auch er das Recht in Anspruch nähme, würde die HGÜ an seinem Haus vorbeiführen, sich dagegen zu wehren. Ich denke, hierzu ist nichts mehr hinzuzufügen.

  7. Die letzten Kommentare sind symptomatisch für die Einstellung der BI: Bleib mir weg mit Fakten, ich hab meine Meinung.

    Herr Bakran hat ein Zeitungsinterview gegeben, der User Spanier hat darauf verlinkt. Frau Stahl stellt daraufhin fest, dass es sich beim User Spanier und Herrn Bakran um eine Person handeln soll. Weil ihnen seine Meinung nicht passt, versuchen Frau Fischer und Herr Bias in Herrn Bakrans Lebenslauf zu wühlen um ihn zu diskreditieren. So wird es mit allen Experten gehen, die Gefahren für die Gesundheit verneinen oder sich für den Bau der HGÜ aussprechen.

    Dafür wird anderen als Experten ein alleiniger Wahrheitsanspruch zugeschrieben, weil sie eine der BI genehme Meinung vertreten. Wer kann garantieren, dass diese Personen recht haben? Man sollte darüber lachen, wenn es nicht so traurig wäre, wie Sie die Energiewende und Versorgungssicherheit aufs Spiel setzen (Denken Sie wirklich, die AKW werden 2022 abgeschaltet wenn eine reibungslose Energieversorgung nicht zu 100% gewährleistet ist? Ich nicht, SIE spielen für die Atomlobby ohne es zu wissen!)

    Besonders oft ist mir aufgefallen, dass Argumente nach eigenen Belieben gebeugt und verdreht werden. So wird die Beweislast für eine Gesundheitsgefährung kurzerhand umgekehrt, Äpfel mit Birnen verglichen und gelogen. Ein Beispiel? Die ausgereifte HGÜ Technik wird als unerprobt und experimentell verteufelt, während Power To Gas und LOHC, Techniken also, die bis jetzt das Experimentalstadium nicht verlassen haben, als handfeste Alternative für die Zukunft gehandelt werden.

    Auf meine Frage vom 15.12.2014 um 9:44 habe ich bis jetzt noch keine Antwort erhalten. Weil es wohl keine gibt und alles frei erfunden ist?

    Sie können sich die Antwort allerdings auch sparen, da ich nicht mehr weiter auf Ihre meiner Meinung nach Märchenseite schauen. Wobei ich eher glaube, dass Sie den Kommentar sowieso entfernen. Unliebsame Meinungen zu zensieren scheint ja so manchen Befürworter hier zu haben.

    Mit Freundlichen Grüßen,
    Norbert Nehm.

    1. Sehr geehrter Herr Nehm,
      nichts liegt mir ferner als irgendjemanden zu diskreditieren, weder Sie noch Herrn Prof. Bakran, auch wenn Sie beide anderer Meinung sind als ich. Dennoch müssen Sie mir es zugestehen, dass ich nach einer öffentlichen Podiumsdiskussion (ich glaube im Februar diesen Jahres), die auch im Radio übertragen wurde, den Eindruck gewonnen habe, dass es sich bei Herrn Bakran um einen Gesundheitsexperten handeln würde. Ich habe deshalb auf der ganz offiziellen Seite von Herrn Bakran nachgesehen, ob es vielleicht doch Studien zu HGÜ-Leitungen hinsichtlich von Gesundheitsgefahren gibt. Leider konnte ich derartige Studien nicht finden, sondern nur technische Publikationen über HGÜ-Leitungen und musste feststellen, dass Herr Bakran Professor für Mechantronik und nicht für Medizin ist .
      Hochachtungsvoll

  8. Sehr geehrter Herr Nehm,

    Sie haben demnach keine Vorurteile, aber Sie wissen, dass alle BI´ler diese haben, was selbst ein Vorurteil ist.

    Dagegen wehre ich mich entschieden! Ich habe mich bisher unvoreingenommen in sämtliche Diskussionen eingelassen, viel mehr recherchiert, als meine karge Freizeit zuläßt und bin als Abgesandter beim Energiedialog.

    Sie reden von Beweislast bei Gesundheitsgefährdungen. Es ist also Ihre Meinung, daß Bürger angesichts jeglicher potentieller Gefährdung die Gefährlichkeit beweisen müssen, nicht der „Hersteller“ die Ungefährlichkeit? Es ist in der Wissenschaft tatsächlich noch nicht alles klar, so forscht unter anderem die Uni Regensburg zu Thema Raumladungswolken, Auswirkungen unbekannt.

    Zum Thema Power-to- gas habe ich nun einige Expertisen gesehen und gehört, welche die Aussage machen: Technisch längst möglich, nur zu teuer. Hier kommt die (fehlende) politische Gestaltung zum Tragen, denn das Geld für verdeckte Subventionen in Braunkohle ist da, die unverholene Subventionierung für Trassenbau ebenso, warum nicht diese Mittel in dezentrale Strukturen stecken?

    Sie sagen: Wir würden den Atomausstieg gefährden. Den gibt es eigentlich sowieso nicht. Was soll es denn für ein Atomausstieg sein, wenn man in Deutschland abschaltet und dann den Atomstrom aus dem Ausland bezieht? Am besten noch, um ihn dann lukrativ zu exportieren? (Netto-Exportüberschuss 2013 ca. 1,9 Mrd. €, also beileibe nicht nur verschenkter Windstrom, wie so gerne behauptet wird). Zur Klarstellung: Ich bin für einen wirklichen Atomausstieg, das letzte, was ich beabsichtigen würde, wäre ein Ausstieg aus dem Ausstieg.02.

    Zu Herrn Spanier: Die bisher gültige Vorzugstrasse läuft durch fünf (!) Naturparks in Bayern. Von wegen, für die Natur gäbe es stärkere Interessengruppen.

    Bitte vergessen Sie eines nicht: Die Wertschöpfung im ländlichen Raum wird durch eine solche Trasse erheblich beeinträchtigt. Insbesondere in einem Gebiet wie dem Naturpark Fränkische Schweiz/Veldensteiner Forst, meiner Heimat, brauchen wir die intakte Landschaft als Grundlage für etliche Wirtschaftszweige. Die mit dieser Trasse verbundene Wertschöpfung geht komplett an uns vorbei. Anderen geht es genauso.

    Ich habe keinen Grund, Sie anzugreifen. Wir diskutieren und ich hoffe, Sie sind ebenso wie ich zu Empathie fähig.

    Persönlich würde mich interessieren, was Sie zur Teilnahme an der Diskussion bewegt. Dabei wäre es selbstverständlich fair, sich nicht hinter irgendwelchen Pseudonymen zu verstecken und kryptische Andeutungen zu machen.

    Herr Spanier, sagen Sie doch einfach, wer Sie sind, und reden wir weiter. Ich bin sicher, Sie brauchen keine Angst um Leib und Leben zu haben. Diese entspringt wahrscheinlich eher Ihrer schlechten Meinung über uns.

    Viele Grüße – U. Strauß

  9. Ich möchte abschließend noch mal etwas zu den möglichen gesundheitlichen Risiken einer Gleichstrompassage am Beispiel Asbest festmachen.
    Seit 1936 ist Asbestose eine anerkannte Berufskrankheit in Deutschland. Diese Krankheit kann erst Jahre nach dem Kontakt mit Asbest ausbrechen. In den Nachkriegsjahren gab es einen Asbestboom in Deutschland, da dieser Werkstoff als ideale Isolierung galt. Erst in den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde Asbest komplett verboten. Ein Grund, der damals gegen ein früheres Verbot genannt wurden, kommt mir heute im Zusammenhang mit einer Argumentation pro Gleichstromtrassen seltsam vertraut vor: der Wegfall von Arbeitsplätzen und kein Nachweis von gesundheitlichen Beeinträchtigungen.
    Damals hat man angeblich den kausalen Zusammenhang nicht sehen können, bis heute müssen Asbestpatienten nachweisen, dass sie die Krankheit aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit haben, um eine Rente der gesetzlichen Unfallversicherung zu erhalten (http://www.asbesterkrankungen.de/betroffen/betroffen.html). Und da kommen Leute daher, die sagen, es sind keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erwarten im Zusammenhang mit Gleichstrom in Höchstspannung von 500 KV., alles nur dem Nocebo-Effekt zuzuschreiben. Mit Verlaub, mir bleibt da einfach die Spucke weg.

    1. @ Uli Strauß:
      Erstens sind die Auswirkungen von „Raumladungswolken“ (Ionen in der Luft) durchaus bekannt:
      Sie besitzen keine direkte Wirkung (wurde bereits in den 70ern bestätigt, wie man in der SSK-Empfehlung nachlesen kann), und die jüngst vorgeschlagene indirekte Wirkung über die Verstärkung der Wirkung von Schadstoffen ist ebenfalls ein Holzweg: http://webarchive.nationalarchives.gov.uk/20140714084352/http://www.hpa.org.uk/webc/HPAwebFile/HPAweb_C/1194947415038 http://iopscience.iop.org/0952-4746/34/4/873/article
      Zweitens scheint Ihnen der Unterschied zwischen einem Naturpark und einem Naturschutzgebiet nicht bewusst zu sein. Nichtsdestotrotz ist insbesondere in diesen Gebieten das Setzen einiger Betonfundamente gegenüber dem Verlegen einer unterirdischen Starkstromleitung in meinen Augen der ökologisch effizientere Weg.

      @ Maria Estl:
      Und solche Kommentare sind der Grund, warum Ihnen und Ihren Mitstreitern mangelnde Kompetenz und das Vergleichen von Äpfeln mit Birnen vorgeworfen wird.
      500kV übrigens (mit Verlaub, das „k“ ist klein), sind für Sie nur dann schädlich, wenn sie an Ihrem Körper anliegen, aber Luft als guter Isolator schützt Sie davor zu genüge.

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