Bislang schoben sich Politiker, Übertragungsnetzbetreiber und die Bundesnetzagentur die Verantwortung für Trassenplanung und –verlauf immer gegenseitig zu. Die Politik schob die Verantwortung für die Trassenplanung auf die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB)„Die wissen doch am besten, welche Leitungen wir benötigen“ , diese auf die Bundesnetzagentur „Die BNetzA überprüft die Planungen ganz genau und genehmigt nur die erforderlichen Trassen“und die BNetzA schob wieder alles auf die gesetzlichen Vorgaben „Wir dürfen nur nach den gesetzlich vorgegebenen Kriterien prüfen“.… → weiterlesen
Kategoriearchiv: Bundesnetzagentur
Konsultation des Szenariorahmens 2030
Von: Reinhold Deuter (Reinhold.Deuter@web.de)
Die nächste Konsultationsrunde steht bevor.
www.netzausbau.de/
Mit dem Szenariorahmen 2030 wird der weitere Ausbau der Stromnetze bis zum Jahr 2030 bzw. 2035 vorangetrieben. Die Übertragungsnetzbetreiber stellen wieder einmal ihre Wünsche vor.
Interessant ist der Verweis auf die europäischen energiepolitischen Planungszeiträume des Scenario Development Reports (derzeit 2030) und den Planungshorizonten der europäischen Netzentwicklungspläne des Ten Year Network Development Plans (derzeit 2030).… → weiterlesen
PCI – unsere wahren Gegner sitzen in der EU-Kommission
„PCI“ – diese drei Buchstaben scheinen beim Bundeswirtschaftsministerium die gleiche Wirkung zu haben, wie die drei Buchstaben „FBI“, wenn sie von dunkel gekleideten Herren mit Sonnenbrillen beim unangemeldeten Eindringen in eine amerikanische Studenten-WG gerufen werden: panisches Entsetzen, sofortige Bewegungsunfähigkeit, ehrfurchtsvolle Untertänigkeit und das Bestreben, nicht den Unmut des Gegenüber zu wecken, da man ohnehin den Kürzeren ziehen würde.… → weiterlesen
Knapp 3500 Stellungnahmen zum NEP 2025 aus Pegnitz verschickt!
von BI Pegnitz ( info@pegnitz-unter-strom.de )
Für die Konsultationsphase zum „Netzentwicklungsplan Strom 2025“ (NEP 2025) entschlossen sich eine Reihe von Bürgerinitiativen, aus durchaus nachvollziehbarem Frust über die mangelnde Berücksichtigung früherer Stellungnahmen, ihren Protest in Form des Versands von Klopapierrollen an die Bundesnetzagentur auszudrücken. Andere Bürgerinitiativen, darunter auch unsere BI, forderten die Bevölkerung nochmals zur Abgabe von inhaltlichen Stellungnahmen auf, um auf der Basis von wissenschaftlichen Belegen auf inhaltliche Mängel des NEP 2025 aufmerksam zu machen und Änderungen einzufordern.… → weiterlesen
Weitere 1000 Stellungnahmen “persönlich” übergeben
Am gestrigen Nachmittag fand ein Treffen des Übertragungsnetzbetreibers Tennet im Landratsamt Nürnberger Land statt. Eingeladen waren neben dem Landrat Armin Kroder (Freie Wähler) auch diverse Bürgermeister aus dem Nürnberger Umland. Bei dem Treffen ging es um Neuigkeiten zu den geplanten Stromtrassen.
Was genau besprochen wurde ist den Bürgerinitiativen bisher nicht bekannt. Am Rande des Termins machten bisher unbekannte Stromtrassengegner darauf aufmerksam, wie ernst sie die aktuelle Lage nehmen.… → weiterlesen
51200 Stellungnahmen zum NEP2025 abgegeben
Die Konsultationsfrist für den Netzentwicklungsplan (NEP) Strom 2015 ist noch nicht abgelaufen, trotzdem konnte die Zahl der Stellungnahmen im Gegensatz zum NEP 2014/2 bereits jetzt übertroffen werden. Damals wurden ca 39000 Stellungnahmen abgegeben. Verschiedene Bürgerinitativen gegen die Strompassage Süd-Ost (Korridor D) haben in einer gemeinsamen Aktion 51200 Stellungnahmen zusammen mit einem Begleitschreiben auf den Weg gebracht.
Da schon bei vorherigen Konsultationen zum Netzentwicklungsplan Strom die Stellungnahmen nicht berücksichtigt wurden, sind auch für die aktuelle Konsultation alle Stellungnahmen sprichwörtlich für den Arsch.… → weiterlesen
Alle Jahre wieder…Braunkohlestromeinspeisung trotz Starkwind
Von: Federl Fritz (federl‑m@t‑online.de)
Wo bleibt die Energiewende? – Bei starkem Windstromaufkommen sollten doch Kohlekraftwerke weniger Strom produzieren? Denkste!
Alle Jahre wieder….kommen nach den ersten Herbststürmen Presseberichte (wie am 20. Nov.2015 im Nordbayerischen Kurier – „Mehr Stromreserve für den Winter“), die suggerieren, dass Windstrom aus dem Norden den Netzausbau durch HGÜs erfordert. Bei näherem Hinsehen zeigt sich aber nur wieder, dass es um Braunkohlestrom geht, der zeitgleich mit Starkwind nahezu unvermindert ins Netz eingespeist wird und die Stromexporte drastisch erhöht:
Es wird in diesem Artikel des NK berichtet, dass die Herbststürme der letzten Tage in Deutschland die Windstromproduktion auf über 30 000 Megawatt ansteigen ließ, was der Leistung von 24 Atomkraftwerken entspricht.… → weiterlesen
BIs tragen den Widerstand nach Berlin
von: BI Raumwiderstand Altodrf/Burgthann <nbglandsued@stromautobahn.de>
Auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Eva Bulling-Schröter fuhren rund 50 Mitglieder von bayerischen Bürgerinitiativen vom 01. bis 04. November 2015 nach Berlin. Es waren Termine beim Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, im Bundeswirtschaftsministerium und bei der Bundesnetzagentur vereinbart. Außerdem stand ein Besuch bei der Bayerischen Landvertretung auf dem Programm.
Bei 50Hertz hatte sich Herr Feix, Leiter der Unternehmenskommunikation, zwei Stunden Zeit für uns genommen.… → weiterlesen
Offener Brief an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel
Am 26.10. 2015 nahm Hubert Galozy vom Aktionsbündnis gegen Gleichstromleitungen an der Veranstaltung “Bürgerdialog Gut leben in Deutschland – was uns wichtig ist.” teil. Bei diesem Anlass übergab er eine Mappe an die Referentin der Bundeskanzlerin. Darin befand sich ein Brief des Aktionsbündnisses an Angela Merkel, in dem ihr mitgeteilt wurde, was den im Aktionsbündnis aktiven Bürgern wichtig ist.
Hier der Brief im Wortlaut, die Version an die Bundeskanzlerin enthält zusätzliche Kontaktdaten
Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel
Die Aarhus Konvention und ihre Wirkung auf den überdimensionierten Stromleitungsausbau Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, wir, das Aktionsbündnis gegen Gleichstromleitungen, unterstützen die Aarhus Konvention Initiative (www.aarhus-konvention-initiative.de). |
Best of Seehofer – Kleine Chronik der wichtigsten Drehmomente
von Bürgerinitiative Leinburg <bi-leinburg@stromautobahn.de>
Es ist kein „Dreh“strom, der einmal durch die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen fließen soll. Das Tauziehen bei der Planung der Trassen ist dennoch von wechselhaften politischen Spielchen geprägt, die rasant sind – selbst die eigenen Parteifreunde in der CSU können ihrem Ministerpräsidenten „Drehhofer“ nicht immer folgen.
Betrachtet man Seehofers Statements in einer zeitlich komprimierten Version, kann es einem durchaus schwindelig werden: Mal brauche es die HGÜ-Trassen, mal nicht; mal sei bewiesen, dass durch sie Kohlestrom hindurch fließt, mal werden sie wieder zu Windstromtrassen; mal seien sie notwendig für die Versorgungssicherheit, mal wieder nicht.… → weiterlesen